Kuh auf der Top-Tier-Bühne der Eurotier
Anne-Maria Revermann | am

Erste digitale EuroTier 2021

Wegen der Corona-Pandemie findet die EuroTier 2021 erstmals digital statt - mit breitem Angebot für Aussteller und Gäste.

Die DLG sieht sich gut gerüstet für die nächste EuroTier, die wegen der anhaltenden Corona-Pandemie vom 9. bis zum 21. Februar 2021 erstmals in einem ausschließlich digitalen Format stattfinden wird.

Die „EuroTier digital“ soll nicht nur die Pandemie überbrücken. Sie ist als eine dauerhafte, digitale Plattform vorgesehen. So sollen auch auf kommenden Ausstellungen die Funktionen einer Online-Geschäfts-Partnerbörse enthalten sein. Die Plattform werde dabei helfen, gemeinsame Interessen zu finden, sich zu vernetzen und vertrauensbildende Gespräche als Video-Konferenz zu führen, so die DLG. Nichtsdestotrotz kann die digitale Plattform das persönliche Erlebnis der Messegäste aber nicht ersetzen.

EuroTier 2021: Online-Vorträge und Diskussionen

Die DLG macht sich für 2021 die digitalen Möglichkeiten zu Nutze. So soll es bei der „EuroTier digital“ einen umfassenden Marktüberblick geben, ebenso die Möglichkeit, sich zu vernetzen. Hinzu kämen digitale Fachkonferenzen, die nun einem weltweiten Publikum zugänglich seien. Diese greifen brennenden Themen auf, zeigen Perspektiven für die Zukunft der Landwirtschaft und ermöglichen auch digitale Diskussionen.

Nach Angaben der DLG haben sich insgesamt rund 1.400 Aussteller zur „EuroTier digital“ angemeldet, von denen 900 Unternehmen aus dem Ausland stammen. Mit 143 Teilnehmern kommen laut DLG die meisten internationalen Aussteller aus den Niederlanden.

Gewinnerwartungen bei Schweinhaltern schlecht

Die wirtschaftliche Lage der DLG-Mitgliedsbetriebe sei in diesem Jahr vor allem bei den Tierhaltern angespannt. Das bestätigen die aktuellen Ergebnisse der Studie „DLG-Agrifuture Insights“. Darin werden die Gewinnerwartungen bei schweinehaltenden Betrieben als schlecht bis sehr schlecht eingestuft.

Die Liquidität sei vielfach stark angespannt und die Aussichten, wann wieder Normalität in die Märkte einkehrt, würden ebenfalls als schlecht eingestuft. Ebenso hätten die Milcherzeuger in der Studie die ökonomische Notwendigkeit eines höheren Milchpreises betont. Sie rechneten meist mit einer schwierigen Geschäftsentwicklung unter den aktuellen Marktbedingungen. Verbreitet scheine bei den Milcherzeugern nach dem volatilen Preisverlauf der letzten Jahre die Liquidität im Fokus zu stehen, da zum Teil noch Liquiditätshilfen aus den Vorjahren getilgt werden müssten.

Landwirte setzen auf Tierwohl und Nachhaltigkeit

Wie aus der Studie weiter hervorgeht, sehen Acker- und Futterbaubetriebe aktuell einen hohen Bedarf an Ersatzinvestitionen in ihrer Feldtechnik. Milchviehbetriebe gaben hingegen eine erhöhte Bereitschaft für Erweiterungsinvestitionen an, während die schweinehaltenden Betriebe den Fokus bei Ersatzinvestitionen in Stalltechnik und Betriebsvorrichtungen sahen.

Im Zusammenhang mit dem Themenfeld „Innovationen“ setzen Ackerbauer vor allem auf effiziente und ressourcenschonende Feldtechnik, wie teilflächenspezifische Düngung und bodenschonende Bereifung.

Im Milchviehbereich stehen Automatisierungstechnologien im Fokus der Betriebsleiter, nicht zuletzt um hier für den regionalen Fachkräftemangel Lösungsansätze im technischen Bereich zu finden. Für wichtig erachtet werden von den Milchkuhhaltern ebenfalls Innovationen beim Kuhkomfort und bei der Sensortechnik im Stall.

Das Interesse der Schweinehalter zielt nach deren Auskunft im Rahmen der DLG-Studie insbesondere auf innovative Stallbaukonzepte und Tierwohlverbesserungen. Darüber hinaus stehen hier Themen wie „nährstoffeffiziente Fütterung“ und „Technologien zur Verbesserung der Tiergesundheit“ auf dem Plan.

Mit Material von AgE
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