Susanne Mittag im Bundestag
Christel Grommel | am

Ethikrat setzt sich für Tierwohl ein

Susanne Mittag sprach sich im Bundestag für eine neue Ausrichtung der Nutztierhaltung aus, die mehr vom Tierwohl geleitet wird.

Mittag ist tierschutzpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion und äußerte sich zur Forderung des Ethikrates nach stärkerer Achtung des Tierwohls. 

"Der Ethikrat hat deutliche Worte gefunden, um die vorherrschende Praxis in der Nutztierhaltung zu kritisieren. Damit wird die Auffassung der SPD bestärkt, dass wir einen umfassenden Strukturwandel brauchen und – angesichts der nachlassenden gesellschaftlichen Akzeptanz – mit einem anderen Blick auf das Tierwohl schauen müssen."

Mittag sieht ein Problem in der Umsetzung des Tierschutzgesetzes seitens des BMEL, dem sie "fehlenden Willen" vorwarf. Vorgaben aus dem Tierschutzgesetz würden dort "verwässert, umgedeutet oder einfach gar nicht geregelt". Zusätzlich würden "oft genug geltende Verordnungen in der Praxis einfach nicht angewendet".

Mittag forderte, dass man die "Nutzierhaltung neu ausrichten" und sich "dabei vom Tierwohl leiten lassen müsse". Zudem will sie ein verbindliches staatliches Tierwohllabel, kein wie von Klöckner geplantes freiwilliges. Dieses solle von der Jungtieraufzucht über Transport und Schlachtung bis hin zur Lebensmittelverarbeitung alles erfassen.

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