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Maren Diersing-Espenhorst | am

Extensive Milchproduktion keine Lösung für den Klimaschutz

Die Tierhaltung in Gunstregionen wie Mittel- und Nordeuropa zu extensivieren wäre angesichts eines weltweit steigenden Bedarfs an tierischen Lebensmitteln auch unter Nachhaltigkeits- und Klimaschutzaspekten unsinnig. Das bestätigt eine neue Studie.

Die Analyse ist von Wissenschaftlern des World Resources Institute (WRI), die der dänischen Milchproduktion einen vergleichsweise kleinen klimatischen Fußabdruck attestieren.

Weltbevölkerung wächst weiter

Die Forscher weisen darauf hin, dass die Weltbevölkerung nach aktuellen Prognosen bis 2050 um rund zwei Milliarden Menschen anwachsen dürfte. Gleichzeitig werde ein zunehmender Teil mit wachsendem Wohlstand in die Mittelschicht aufrücken und erfahrungsgemäß verstärkt Fleisch- und Milchprodukte nachfragen.

Dieser Bedarf werde auf die eine oder andere Weise gedeckt werden müssen, betonen die WRI-Experten. Nach ihren Angaben erfolgt die Erzeugung von Rindfleisch und Milch in Europa im Vergleich zu Entwicklungs- und Schwellenländern mit einer deutlich höheren Effizienz und geringeren Umweltkosten.

Reduzierung der Tierbestände?

Vor diesem Hintergrund erteilen sie der gerade in westlichen Staaten immer wieder aufkommenden Forderung nach einer Reduzierung der Tierbestände eine klare Absage. Ein Verkleinern der Produktion in Europa hätte nach ihrer Einschätzung langfristig lediglich den Effekt, dass die Erzeugung von Milch und Fleisch in Weltregionen mit niedrigeren Nachhaltigkeitsstandards abwandert, was letztlich sogar in einem Anstieg der globalen Treibhausgasemissionen resultieren dürfte, so die Autoren der Studie.

Grüne Transformation der Landwirtschaft

Sie betonen, dass eine grüne Transformation der Landwirtschaft immer auch in einem globalen Kontext gesehen werden und Folgeeffekte berücksichtigen müsse. An einer weitergehenden Ökologisierung auch der dänischen Landwirtschaft führt laut den Analysten allerdings kein Weg vorbei. Sie raten dafür insbesondere zur Renaturierung und Extensivierung von Moorböden sowie zu mehr Effizienz bei der Fütterung und Düngung. Damit könnten sogar bei steigender Produktion die Emissionen weiter reduziert werden, heißt es in der Studie des WRI. 

Mit Material von AgE
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