Wolf steht im Wald - Filme klären über Folgen der Wolfspopulation auf
Madeline Düwert | am

Filme sollen über Wolf und Weidetierhaltung aufklären

Das Aktionsbündniss Aktives Wolfsmanagement will mit einem Aufklärungsfilm zum Thema Wolf und Weidetierhaltung aufzeigen, welche Folgen die Rückkehr des Wolfs hat.

Vielen Menschen ist nicht klar, welche Folgen die Rückkehr des Wolfes hat: Schäden durch Risse, hohe Kosten und Ängste der Anwohner. Das zeigte die repräsentative Umfrage zum Thema Wolf, die Jörn Ehlers, Vizepräsident des Niedersächsischen Landvolks und Sprecher des Aktionsbündnisses Aktives Wolfsmanagement, Anfang Juli an Umweltminister Olaf Lies übergeben hatte.

Das Aktionsbündnis will diesen Umstand jetzt ändern – mit einem Aufklärungsfilm zum Thema Wolf und Weidetierhaltung, den es am Freitag vergangener Woche in Hannover vorstellte. "Uns hat überrascht, dass noch so viel Unwissen über den Wolf herrscht", erklärte Ehlers. Der Film solle vor allem zeigen, dass die Anwesenheit des Wolfes nicht auf eine intakte Natur hindeutet, wie viele Menschen laut der Umfrage glauben. 

Strategie der Koexistenz gescheitert

Sondern, dass sich seine Anwesenheiten direkt auf die Nutztierhaltung auswirkt. Tierhalter beklagen nicht nur Tierverluste, sie stehen auch wirtschaftlichen Schäden gegenüber. Denn durch die Mehrkosten und Mehrarbeit für Herdenschutzmaßnahmen, die oft nicht zielführend sind, rechne sich beispielsweise die Schafhaltung einfach nicht mehr, stellte Wendelin Schmücker, Vorsitzender des Fördervereins der Deutschen Schafhaltung, heraus.

"Die europäische Strategie einer Koexistenz der Weidewirtschaft mit diesem Raubtier ist grandios gescheitert und muss neu diskutiert werden", sagte Schmücker.

Aktionsbündnis stellt Forderungen

Das Aktionsbündnis stellte daher einige Forderungen:

  • Ein echtes Wolfsmanagement mit Bestandsregulierung. Eine Jagd mit Schonzeiten sollte möglich sein, um den ständigen Zuwachs des Bestandes Einhalt zu gebieten
  • Entbürokratisierung der Verfahren um Ausgleichszahlungen und einen Rechtsanspruch der Tierhalter auf Zahlungen, die bisher Billigkeitsleistungen sind
  • Weidetierschutzzonen, also wolfsfreie Regionen
  • Bestimmung des günstigen Erhaltungszustandes des Wolfes.
  • Entnahme von Wolfshybriden aus der Natur
  • Zulassung weiterer Referenzlabore, denn bislang ist nur das Senckenberg-Institut für DNA-Untersuchungen zuständig
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