Fischkutter auf der Ostsee
Christel Grommel | am

Fischbestände haben sich verbessert

Nach deutlichen Einschnitten für Fischer beobachtet Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner eine positive Entwicklung beim Fischbestand.

"Wir sehen, dass die Bestände besser geworden sind, also nachhaltiger gefischt worden ist. Aber wir sind noch lange nicht am Ziel", sagte sie am Rande einer Videokonferenz mit ihren EU-Kollegen.

Der Anteil nachhaltig bewirtschafteter Bestände sei 2020 weiter gestiegen und liege nun bei 80 Prozent. Nun müssten noch alle Bestände auf dieses Niveau kommen. "Dabei müssen die vielfältigen Ursachen in Betracht genommen werden, genauso wie die Anliegen der Küstenfischer und ihrer Familien - sie leben davon."

Nach Einigungen der EU-Fischereiminister mussten deutsche Fischer in diesem Jahr vor allem in der Ostsee deutliche Einschränkungen hinnehmen. Beim westlichen Hering, ein für Deutschland wichtiger Fisch, wurde die erlaubte Fangmenge um 65 Prozent reduziert. Beim westlichen Dorsch waren es 60 Prozent weniger. Für die Nordsee wurde die erlaubte Kabeljau-Fangmenge um 50 Prozent gesenkt. Nur der Makrelenfang konnte ausgeweitet werden.

Die EU-Fischereiminister legen in jedem Jahr die sogenannten zulässigen Gesamtfangmengen fest. Die EU-Kommission macht dafür Vorschläge auf der Grundlage wissenschaftlicher Empfehlungen. Deutschland übernimmt am Mittwoch turnusgemäß die EU-Ratspräsidentschaft von Kroatien. Somit wird Klöckner die Treffen mit ihren EU-Kollegen im kommenden halben Jahr leiten.

Mit Material von dpa
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