Schweinehälften hängen in Schlachtbetrieb
Christel Grommel | am

Fleischproduktion sinkt wegen Corona

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes verringerte sich die Produktion im Vergleich zum Vorjahresquartal um 2,6 Prozent.

Das liegt auch an der vierwöchigen Zwangspause, die der größte Schlachtbetrieb Tönnies aufgrund der dort aufgetretenen Corona-Infektionen einlegen musste.

Im ersten Quartal erzeugten die Schlachtbetriebe insgesamt noch mehr Fleisch, mit einem Plus von 1,4 Prozent. Für das erste Halbjahr bedeutet das unter dem Strich einen Rückgang um 0,6 Prozent auf knapp 3,9 Millionen Tonnen.

Auch regional hatte die Schließung von Tönnies Folgen, sie wirkte sich auf die Schlachtmengen von Schweinefleisch aus. In NRW ging diese um 9,8 Prozent zurück, im größten Erzeugerland Niedersachsen stieg sie um 2,0 Prozent. In Sachsen-Anhalt stieg sie sogar um 12,9 Prozent. Laut Einschätzung des Statistischen Bundesamtes haben andere Betriebe von der Tönnies-Schließung profitiert. 

Rindfleisch war erneut rückläufig, eine steigende Nachfrage gibt es für Geflügelfleisch. Dessen Menge legte im ersten Halbjahr um 1,9 Prozent zu.

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten kritisierte, dass die deutsche Fleischproduktion selbst in der Krise auf dem hohen Niveau der vergangenen Jahre bleibe. Dies sei auch durch ausbeuterische Lebens- und Arbeitsbedingungen für Zehntausende osteuropäische Werkvertragsbeschäftigter erkauft worden.

Mit Material von dpa

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