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Dr. Ursula Gerdes | am

Geflügelpest: Putenhalter stärker in der Pflicht

Der Geflügelpestzug vom Winter 2020/21 hat Nachwirkungen auch bei den Tierseuchenkassenbeiträgen. Putenhalter werden -risikoorientiert – stärker zur Kasse gebeten. Diskutiert wird zudem über regional angepasste Beiträge.

Kurz nach Weihnachten ist von der Niedersächsischen Tierseuchenkasse (TSK) die Meldekarte per Post bzw. die Meldeaufforderung per E-Mail an rund 120.000 Tierhalter/-innen in Niedersachsen und Bremen verschickt worden. Bis zum 18. Januar 2022 muss die Meldung über die Art und Anzahl der gehaltenen Nutztiere bei der TSK vorliegen.

Nachmelden bei Bedarf

Für jedes Tier wird ein Jahresbeitrag erhoben, egal, wie lange sich dieses im Bestand befindet. Deshalb empfiehlt es sich, sofort die maximal im Laufe des Jahres gehaltene Tierzahl zu melden. Es gibt eine Nachmeldeverpflichtung, sobald sich der Bestand um 5 % oder beim Geflügel um 1.000 Stück erhöht. Eine korrekte Tierzahlmeldung und Zahlung der Beiträge bis zum 15. März 2022 ist die Grundlage für die TSK-Leistungen. Leider müssen im Seuchenfall immer wieder Entschädigungszahlungen erheblich gekürzt werden, da die gemeldeten Tierzahlen nicht stimmen.

So werden die Beiträge kalkuliert

Ab Ende Februar 2022 werden die Beitragsbescheide verschickt. Die Beiträge sind bis zum 15. März 2022 zu zahlen. Tierhalter in wirtschaftlich schwieriger Situation können aktuell einen Stundungsantrag stellen. 

Die Höhe der Beiträge richtet sich nach den im Meldejahr erwarteten Kosten und wird jährlich neu kalkuliert. Sie wird bestimmt durch die Zahlungen und Leistungen der TSK unter anderem im Bereich der Tierkörperbeseitigung, Ohrmarkenbeschaffung, Entschädigungen bei Seuchenausbrüchen, Beihilfen für Impfungen gegen Q-Fieber, für Probenahmen und Untersuchungen. Hinzu kommen Aufwendungen für die Refinanzierung von Ausgaben durch Tierseuchenausbrüche und für Personal und Sachkosten.

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