Ein Schutzzaun zur Eindämmung der Afrikanischen Schweinepest.
Ellen Hartmann | am

Gibt es bald eine Sicherheitszone gegen die Schweinepest?

Momentan wird in Brandenburg über eine Sicherheitszone im Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP) diskutiert. Sie soll dafür sorgen, die Tierseuche weiter einzudämmen.

Die Schutzzone solle eine Alternative zur gemeinsamen Weißen Zone mit Polen bieten und werde derzeit mit dem Bund diskutiert, so Anna Heyer-Stuffer, Leiterin des Krisenstabs und Verbraucherschutzstaatssekretärin.

ASP-Ausbreitung verhindern

"Die Grenzländer, insbesondere Brandenburg, tragen die Hauptlast bei der Eindämmung der ASP in Deutschland und dem Ziel, die weitere Ausbreitung der Seuche nach Westen zu verhindern", erklärt Heyer-Stuffer. Zudem sei das Seuchengeschehen stabil, erklärt sie weiter. Wichtig sei daher, die Infektionsketten mithilfe der getroffenen Maßnahmen zu durchbrechen. Die Seuche grassiert bereits seit vergangenem September unter deutschen Wildschweinen. Für Menschen ist sie ungefährlich, aber für Hausschweine endet die Krankheit meist tödlich. Bisher wurden vom Friedrich-Loeffler-Institut rund 846 ASP-Fälle bestätigt.

Brief an Merkel

Mit einem offenen Brief haben sich kürzlich mehrere Schweinehalter aus Ostdeutschland an Kanzlerin Angela Merkel gewandt. Sie solle die Eindämmung der Tierseuche zur Chefsache machen, denn Länder und Kreise gingen „nicht grundlegend und mit der nötigen Durchsetzungskraft“ gegen die ASP vor, heißt es in dem Schreiben.

Zaunteile werden gestohlen

Entlang der brandenburgisch-polnischen Grenze würde derzeit auch ein Zaun gebaut werden. Doch laut Polizeiangaben komme es hier immer wieder zu Diebstählen. Daher habe die Polizei in der Uckermark damit begonnen, Teile des Schutzzauns zu gravieren.

Feiler macht sich Bild vor Ort

Der Parlamentarische Staatssekretär beim BMEL, Uwe Feiler, hat sich ein Bild von den Maßnahmen gemacht, die das Land Brandenburg ergriffen hat, um die ASP zu bekämpfen.

Feiler besichtigte an den Deichanlagen in Lebus an der Grenze zu Polen gemeinsam mit  Anna Heyer Stuffer und dem Staatssekretär im brandenburgischen Innenministerium, Uwe Schüler, sowie Vertretern der örtlichen Politik, Verwaltung und Landwirtschaft die Schutzmaßnahmen gegen die ASP.

"Unser Ziel ist, dass die Ausbrüche auf das jetzige Gebiet beschränkt bleiben und diese Tierseuche schnellstmöglich getilgt wird. Deshalb war dieser Austausch mit den Betroffenen und Vertretern der örtlichen Politik und Verwaltung gut und wichtig. Nur gemeinsam können wir die Tierseuche bekämpfen. Wir unterstützen deshalb die betroffenen Bundesländer und stehen mit ihnen im ständigen Austausch, um sicher zu stellen, dass auftretende Probleme klar adressiert werden", so Feiler. 

Mit Material von dpa, BMEL
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