Die Milchbranche versucht die aktuellen Falschaussagen schnell richtigzustellen. Und dreht ein neues My KuhTube-Video auf dem Hof von Marvin Campe im Landkreis Diepholz.

Das ist ein Artikel vom Top-Thema:

Leonie Jost | am

Mit guter Öffentlichkeitsarbeit auf Falschaussagen reagieren

Immer wieder kommt es in den Medien zu Falschaussagen über die Landwirtschaft. Wie kann die Agrar-Branche darauf reagieren? Im aktuellen Fall haben wir My KuhTube bei einem Video-Dreh begleitet.

Milchviehhalter Marvin Campe aus dem Landkreis Diepholz möchte der Öffentlichkeit zeigen, wie Kälberhaltung auf einem modernen Milchviehbetrieb funktioniert. Anlass war die Ende November ausgestrahlte Talkshow-Sendung „3nach9“, in der eine Reihe von Falschaussagen über die deutsche Landwirtschaft, vor allem über die Milchviehhaltung, geäußert wurden.

Mit kurzen Videos die Praxis erklären

Lisa Müller, aus dem Team der Öffentlichkeitsarbeit von der Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsen (LVN), ist heute deshalb gemeinsam mit Kameramann Saager unterwegs, um ein neues My KuhTube-Video zu drehen.

„Natürlich gibt es verschiedene Sichtweisen auf die Landwirtschaft“, sagt Marvin Campe in Richtung Kamera. „Das ist ja auch total in Ordnung. Aber hier wurde gelogen und allen Landwirten wurde pauschal vorgeworfen, Straftaten zu begehen. Das möchte ich heute richtigstellen.“

Laura Schneider

Öffentlichkeitsarbeit geht uns alle was an

Im Rahmen seiner Möglichkeiten sollte jeder Betrieb dazu beitragen, der Öffentlichkeit zu zeigen, wie moderne Landwirtschaft funktioniert, sagt Campe. Einen Online-Blog oder einen Instagram-Account zu führen, sei zwar nicht sein Ding, so Campe, stattdessen lade er aber alle Interessenten auf seinen Betrieb ein. „Unser Hof ist jederzeit für Besucher geöffnet“, sagt Landwirt Campe. „Wir haben hier nichts zu verstecken. Wenn man ein vernünftiges Management auf seinem Betrieb hat, dann sieht es auf dem Hof zu jeder Zeit so aus, dass Leute auch willkommen sind.“ Und der Informationsbedarf sei tatsächlich enorm, sagt Campe, da müsse man gar nicht bis in die nächste Großstadt gehen. „Das fängt ja schon in unserer Nachbarschaft an.“

Nach einer guten Viertelstunde sind alle Fragen, die Lisa Müller an den Milchviehhalter hatte, auch schon beantwortet. „Unser Ziel ist es, die Öffentlichkeit sachlich zu informieren“, sagt Müller von der LVN. „Wir wollen keinen Schlagabtausch, der die Gräben womöglich noch weiter vertieft, sondern richtigstellen und aufzeigen, wie Landwirtschaft und Kälberhaltung in der Realität funktionieren.“

Digitale Ausgabe

Jetzt bestellen
digitalmagazin

✓ Artikel suchen und merken

✓ exklusiv: Video und Audio

✓ Familienzugang

✓ 1 Tag früher informiert

Digitale Ausgabe

✓ Artikel merken und teilen
✓ exklusiv: Video und Audio
✓ Familienzugang
✓ 1 Tag früher informiert
Produkte entdecken
 
Das könnte Sie auch interessieren

Inhalte der Ausgabe

  • Schweine faserreich füttern
  • Limousinrinderzucht in Ostfriesland
  • Northeimer Wertholzsubmission
  • Sortenleistungsvergleich Energierüben
  • Aus für Biokraftstoffe?

JETZT DAS WOCHENBLATT KENNENLERNEN – GEDRUCKT ODER DIGITAL!

Reinschnuppern: 12 Ausgaben ab 10€

Jetzt bestellen