Masthähnchen-Mobilstall_lj

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Leonie Jost | am

Hähnchenmast im Mobilstall - das sind die Erfahrungen

Hähnchenmast im Mobilstall - eine Landwirtin berichtet über ihre Erfahrungen.

Landwirtin Anne Körkel mästet Hähnchen in Mobilställen und vermarktet diese direkt und regional. Für ihr Konzept wurde sie 2017 im Rahmen der CeresAward-Verleihung als Unternehmerin des Jahres ausgezeichnet. Im Hanauerland, nahe der französischen Grenze, hält und verkauft sie ihre „Ha(h)nauer“ Hähnchen.

Pro Durchgang hält Anne Körkel 700 - 1.000 Tiere in zwei Mobilställen. Das Futter für die Tiere wird überwiegend auf dem eigenen Ackerbaubetrieb produziert. Geschlachtet werden die Tiere in einer mobilen Schlachterei auf dem Hof.

Besonderen Fokus legt die Landwirtin auf die Themen Tiergesundheit und Tierwohl und hat in ihren Ställen extra Ruhezonen eingebaut, in die sich die Tiere bei Bedarf zurückziehen können. „Denn kein Huhn kann entspannen, wenn immer andere Tiere zur Tränke oder zum Futter vorbeilaufen.“

Einstreutechnisch musste einiges ausprobiert werden, bis Anne Körkel zufrieden war. Inzwischen streut sie jeden Tag Hobelspäne, um die Ställe sauber und trocken zu halten. Wichtig sei ebenfalls ein gutes Auslaufmanagement, denn anders als Legehennen, gehen die Hähnchen abends nicht alle allein zurück in den Stall. Durch intensive und regelmäßige Tierbeobachtung kann Anne Körkel im Krankheitsfalle schnell reagieren, ein Antibiotika-Einsatz war so bisher nicht notwendig und lediglich Oreganoöl kommt bei ihr zum Einsatz.

Eintagsküken im Mobilstall

Empfohlen wird die anfängliche Aufzucht der Eintagsküken von zwei bis drei Wochen in einem Feststall. Alternativ ist es auch möglich, mit den Eintagsküken direkt im Mobilstall zu starten. Allerdings ist dabei auf die Temperatur zu achten.

Die eigentliche Mastperiode im Mobilstall dauert dann vier bis 14 Wochen. Alle teilnehmenden Betriebe vermarkten die Hähnchen ausschließlich direkt. Die Anzahl der gemästeten Hähnchen lag, je nach Betrieb, zwischen 30 bis 1.300 Tieren pro Durchgang.

Es wurden Tierverluste von 0 – 4 % beobachtet, wobei die größten Verlustursachen Prädatoren und Hitzestress waren. Gerade bei hohen Temperaturen ist es daher wichtig, die Tiere entsprechend zu beobachten, um gegebenenfalls entsprechende Maßnahmen ergreifen zu können, sagt Sandra Kronenberg.

Gestaltung der Auslaufflächen für Hähnchen im Mobilstall wichtig

Ebenso wie Legehennen halten sich Masthähnchen ungern auf einer ungeschützten Außenfläche auf. Einige der teilnehmenden Landwirte wurden deshalb kreativ und stellten ein ausrangiertes Trampolin oder einen nicht mehr genutzten Anhänger auf die Weide, die von den Tieren gerne als Unterschlupf genutzt wurden. Das Fazit von Sandra Kronenberg lautete am Ende: „Hühnermast im Mobilstall ist machbar und vor allem eine Frage des Managements der Landwirte.“

Mit Material von Fachhochschule Südwestfalen, Online-Veranstaltung "Hühnermast im Mobilstall"

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