Zwei Mädchen führen Pferd aus Stall
Christel Grommel | am

Harburg: Reiterhöfe bangen um Existenz

Die Corona-Krise trifft die Reiterhöfe hart, denn ihnen sind die Einnahmen weggebrochen. Das ist für viele existenzbedrohend.

So auch für den Reiterhof Döhle im Landkreis Harburg. Der Reitunterricht wurde gestoppt, Reiterferien abgesagt. Nun steht die Betreiberfamilie Schreiber vor einer existenzbedrohenden und schweren Aufgabe, denn die Tiere müssen weiter versorgt werden.

Die Pferde müssen gefüttert, geputzt, geritten und logiert werden. Normalerweise helfen die Reitschüler dabei mit, aber diese dürfen zur Zeit nicht auf den Hof kommen. Jetzt muss die fünfköpfige Familie alles allein bewältigen. Und die Pferde brauchen die Bewegung unbedingt: "Wenn sie sich zu wenig bewegen, können sie leicht Koliken bekommen. Das ist eine ganz gefährliche Krankheit für Pferde, weil die sich nicht übergeben können."

Die Familie Schreiber hat 54 Pferde und Ponys. Mit Abstand reiten die Töchter die Ponys. Mutter Schreiber bewertet das Unterrichtsverbot als unfair: "Ich finde es ungerecht, dass es für Privatreiter erlaubt ist, zu viert auf der Bahn zu reiten, aber man darf keinen Unterricht geben."

Schreibers haben Soforthilfe beantragt. Reichen würde das Geld aber nicht - denn für die Pferde könne man schließlich keine Kurzarbeit anmelden.

Mit Material von NDR
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