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Jan-Gerd Ahlers | am

Heidekreis: Angusrinder aus dem Familienbetrieb

Zu den bekanntesten Anguszüchtern in Niedersachsen gehört Sven Meyer in Schneeheide. In der kommenden Woche ist er wieder mit mehreren Tieren auf den Fleischrindertagen in Verden vertreten. Wir waren vor Ort.

Seit vier Generationen betreibt Familie Meyer in Schneeheide eine kleine Landwirtschaft. 1990 wurde der Betrieb mit 10 ha jedoch aufgegeben. Dann startete Sven Meyer, im Hauptberuf Elektriker, aus Liebe zur Landwirtschaft im Jahr 2000 zusammen mit seinem Vater Günter den Betrieb wieder. Nach kleinen Umbauten der vorhandenen Gebäude mit Pensionspferden als Betriebszweig im Nebenerwerb ging es wieder los.

Mit drei Färsen gestartet

Tiere waren und sind auf dem Hof eine Herzensangelegenheit. 2006 kamen drei Angusfärsen auf den Hof. Bereits ein Jahr später war Meyer als Besucher auf den Fleischrindertagen und die Euphorie wuchs von Schau zu Schau.

2010 und 2011 gab es die ersten großen Zuchterfolge, nämlich Landessiegertitel in Tarmstedt. Das war eine besondere Auszeichnung und erhöhte zudem den Bekanntheitsgrad der Züchterfamilie.

Die Erfahrung bringt den Erfolg

Das geschulte Auge des Züchters spielt eine wesentliche Rolle. Viel Wert legte der Betriebsleiter bei den Tieren von Anfang an auf Typ und Rahmen, Langlebigkeit und Fruchtbarkeit. Immer wieder kann er bei seinen Tieren zeigen, was drinsteckt und was genetisch möglich ist. Dazu gehört immer der Blick fürs Tier, aber auch ein entsprechendes Fingerspitzengefühl. Und so folgten weitere Schauerfolge. 

Inzwischen hält die Züchterfamilie auf 35 ha Grünland 25 Kühe mit der entsprechenden Nachzucht. Die Tiere laufen von April bis November auf der Weide, im Winter sind sie im Strohstall. Im Sommer holen sich die Rinder das Gras von der Weide, im Winter gibt es Heu und Grassilage. Zusätzlich erhalten die Absetzer Maissilage und Schrot.

Angusrinder sind anspruchslos

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Die einfarbig schwarzen oder roten Angusrinder gehören zu den mittelrahmigen Typen in der Fleischrinderzucht. Sie sind genetisch hornlos. Merkmale sind der leichte Kopf, feine Gliedmaßen, feste Klauen und ein langer, tiefer Körperbau, gepaart mit Frühreife, guter Fruchtbarkeit und ausgeprägter Mütterlichkeit.

Das hohe Futteraufnahmevermögen befähigt die Anguskuh, auch unter schwierigen Bedingungen ihr Leistungspotenzial abzurufen. Die Rasse wird wegen ihrer Anspruchslosigkeit gerne in Ökobetrieben und auf Extensivflächen gehalten. 

Das Fleisch der Rinder ist begehrt

Jährlich verkauft Meyer zwei bis vier Deckbullen. Die nicht für die eigene Nachzucht benötigten weiblichen Zuchttiere werden über die Auktion und den Ab-Hof-Verkauf vermarktet. Dabei profitiert man von der Nachfrage bei Angus.

Gut nachgefragt bei rund 60 Kunden ist auch das Fleisch. Bereits 2008 startete der Nebenerwerbslandwirt mit der Direktvermarktung. Es gibt immer jeweils ein Achtel Rind zu kaufen. Sechs bis acht Bullen werden im Alter zwischen 16 und 18 Monaten in der Region geschlachtet und von einem Fleischermeister küchenfertig zerlegt. Ein Gastronom veranstaltet zweimal jährlich Anguswochen. Feinschmecker schätzen die ausgeprägte Marmorierung und Feinfaserigkeit des Fleisches.

Am 12. und 13. Februar finden die 42. Fleischrindertage in Verden statt. Die Veranstaltung wird als Hybrid stattfinden, also online und in Präsenz. Am 13. Februar wird es eine Ausstrahlung im Livestream der Präsentationen und Auktion geben. Mehr Informationen erhalten Sie auf der Website von masterrind.

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