Kühe essen in einem Stall Heu.
Ellen Hartmann | am

Heumilch voll im Trend

Nach der Hafermilch gibt es jetzt viel Wirbel um die Heumilch. Sie kommt von Kühen, die gehalten werden wie zu Uroma und Uropas Zeiten. Die Erzeugerverbände freuen sich gerade jetzt über die wachsende Nachfrage.

Wichtig bei der Produktion von Heumilch ist nicht nur die ursprüngliche Milchgewinnung, sondern vor allem das Tierwohl. Die Milchkühe müssen keine hohe Leistung erbringen und fressen frisches Gras, Heu, Kräuter und andere Pflanzen. Heumilch ist zudem eine europaweit als "garantiert traditionelle Spezialität" geschützt.

Hohe Anforderungen

Um Milch als Heumilch verkaufen zu dürfen, müssen Erzeugerinnen und Erzeuger bestimmte Regeln beachten. So darf das Produkt seit 2018 nur dann als Heumilch verkauft werden, wenn auf die Fütterung von Silage verzichtet wird und sich die Landwirte/innen einem bestimmten Kontrollsystem unterziehen.

Für die Hersteller/innen entstehen durch die Fütterung von Heu deutliche Mehrkosten, denn für die Lagerung ist unter anderem eine Unterdach-Heutrocknungsanlage Pflicht. Allerdings gibt es für den Silageverzicht Fördergelder und das zahlt sich aus: In den letzten Jahren gab es immer mehr Anträge für den Wechsel zur Heumilchproduktion. Jedoch sei dieser Trend, laut Markus Albrecht vom Milchwirtschaftlichen Verein Baden-Württemberg, nicht allein für die steigende Nachfrage nach gesunder Ernährung zurückzuführen. Vielmehr gehe es um Regionalität und Handwerk.

Heumilch: Gesund für uns Menschen

In Deutschland sind 2019 nach Angaben des Bundesverbands Deutscher Milchviehhalter (BDM) insgesamt 70 Millionen Kilogramm Heumilch erzeugt worden. "Das entspricht einem Anteil von 0,22 Prozent an der Gesamtmilcherzeugung", erklärte ein Sprecher in Freising. "In Österreich, sozusagen dem Mutterland der Heumilch, liegt der Anteil der Heumilch bei 15 Prozent, so gesehen könnte man auch in Deutschland ein Entwicklungspotenzial sehen."

Die Milch ist für uns Menschen sehr gesund, da sie viele Omega-3-Fettsäuren enthält, die unser Körper nicht selbst produzieren kann. Dieser hohe Gehalt liegt vordergründig am Grünfutteranteil der Milch.

Mit Material von HAZ
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