Fleischauslage in einer Fleischtheke
Janina Schuster | am

Hohe Sicherheitsstandards: Tierische Lebensmittel sind sicher

Eine der wichtigsten Aufgaben des Verbraucherschutzes ist die Lebensmittelsicherheit. An tierische Produkte stellt er gesonderte Anforderungen. Ein großes Augenmerk gilt Rückständen von Tierarzneimitteln.

Bei kranken Tieren kommt der Tierarzt. Das gilt für Haus- wie auch für Nutztiere. Im Falle von Nutztieren aber die der Lebensmittelproduktion dienen, sind die Herausforderungen andere. Gewisse Medikamente können nur unter Einhaltung einer festgelegten Wartezeit verabreicht werden. Tierarzneimittel werden vor der Zulassung einer Risikobewertung unterzogen. Bei dieser werden Werte für Rückstandhöchstmengen festgelegt, die nicht überschritten werden dürfen. Die Rückstandhöchstmengen setzen sich zusammen aus der Dosis ohne beobachtete schädliche Wirkung und der zulässigen Aufnahmemenge pro Tag. Sicherheitszuschläge um das Zehnfache werden auf diese Werte noch einmal draufgeschlagen.

Hohe Standards und viele Kontrollen

Stichprobenartig werden alle tierischen Lebensmittel im Rahmen des „Nationalen Rückstandskontrollplans“ des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) untersucht. Ihre Regelmäßigkeit sorgt für einen vorbeugenden gesundheitlichen Verbraucherschutz. Mit diesen Verfahren wird sichergestellt, dass illegale Anwendungen nicht zugelassener Stoffe aufgedeckt werden. Zudem lässt sich somit der Einsatz der zugelassenen Tierarzneimittel kontrollieren. Der Erfolg gibt dieser Praxis Recht: im Jahr 2018 blieben 99,91 Prozent aller Problem unbeanstandet. Lediglich 0,09 Prozent überschritten die erlaubten Höchstwerte der Tierarzneimittelrückstände.

Sicherheit auch bei überschrittenen Werten

Überschrittene Höchstwerte bedeuten jedoch nicht direkt ein Gesundheitsrisiko. Die Sicherheitszuschläge bei der Festlegung der Höchstwerte mindert das Risiko für die Gesundheit deutlich. Um die gesetzlich festgelegten Rückstandsgehalte zu erreichen, müsste ein Mensch ein Leben lang täglich rund 45 Kilogramm Fleisch oder über hundert Liter Milch verzehren.

Mit Material von Bundesverband Rind und Schwein e. V.
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