tote Hummel in einer Hand, Insektensterben

Das ist ein Artikel vom Top-Thema:

Carolin Föste | am

Hummelsterben: Das sind die Ursachen und so kann man vorbeugen

Unter spätblühenden Linden kommt es regelmäßig zu einem Hummelsterben. Warum passiert das in den Sommermonaten? Und wie kann dem entgegengewirkt werden? Das Geheimnis um das Hummelsterben ist bereits gelüftet, entgegengewirkt werden muss dennoch.

Das Hummelsterben ist meist im Spätsommer unter Linden zu beobachten. Bereits jetzt kann dem entgegengewirkt und erschöpften Hummeln geholfen werden. Hier gibt es Tipps, wie das geht.

Hummelsterben unter Linden: Das ist die Ursache

Bereits in den Neunzigerjahren konnte wissenschaftlich widerlegt und ausgeschlossen werden, dass Hummeln durch eine Vergiftung an den Linden sterben. Stattdessen erkannte man, dass die Bestäuber verhungern.

Da Hummeln im Gegensatz zu anderen Bienen kaum Nahrungsvorräte anlegen, sind sie im Sommer bis Spätsommer bereits erschöpft und auf der Suche nach Nektar, beschreibt die Bayrische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) in dem Beitrag „Linden als Bienenweide“.

Die Linde verströme auch zum Ende ihrer Blüte noch einen Duft, der die Hummeln anzieht. Finden sie dort keine ausreichende Nahrung mehr vor, verhungern sie. Da alternative Nahrungsquellen vielerorts fehlen, sind unter Linden dann viele verhungerte Hummeln zu finden.

Damit Hummeln im Spätsommer noch andere Nahrungsquellen aufsuchen können, braucht es daher Pflanzenvielfalt in Gärten und Parks.

Hummel-Erdhummel-Wildbiene-Diestel-Blume-imago

Mit diesen Pflanzen kann man dem Hummelsterben vorbeugen

Dem Hummelsterben sollte in den eigenen Gärten entgegengewirkt werden. Aufgerufen sind aber auch Gemeinden, Parkanlagen und Grünstreifen möglichst vielfältig zu gestalten.

In der Umsetzung bedeute dies, rechtzeitig nektarreiche, spätblühende Wildpflanzen auszusähen und nicht nur reine Ziergewächse zu pflanzen. Und die Auswahl ist groß:

  • Lavendel,
  • Efeu,
  • Heide,
  • Klee- und Malvenarten
  • Büschelschön

seien Beispiele für hummelfreundliche Pflanzen. Der Nabu nennt außerdem die

  • Bartblume und
  • die Kugeldistel

als mögliche Nahrungsquellen der Hummel.

Erste-Hilfe für Hummeln

Eine schnelle Sofortmaßnahme gegen das Hummelsterben sei es außerdem, den Rasen wachsen zu lassen – ein Tipp, der in jedem Garten Arbeit spart.

Mit Material von SDW, NABU, LWF

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