Schafe mit Hütehund
Christel Grommel | am

Immer mehr Wolfsrisse: Wie geht wirksamer Herdenschutz?

Der Wolf sorgt für immer mehr tote Weidetiere, auch Pferde und Rinder sind betroffen. Eine Exkursion zeigt, wo Schwierigkeiten beim Herdenschutz liegen können.

Im Jahr 2020 ist es zu mehr toten Nutztieren durch Wolfsrisse gekommen. Die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) hat die neuen Zahlen der von Wölfen verursachten Schäden veröffentlicht. Danach lebten im Monitoringjahr 2019/20 in Deutschland nachgewiesenermaßen 128 Wolfsrudel, 39 Wolfspaare und 9 einzelne Wölfe. Die Anzahl der geschädigten Nutztiere stieg um 37% gegenüber dem Vorjahr an.

Niedersachsen ist eines der besonders betroffenen Bundesländer. Schafe sind mit 3.444 Rissen am häufigsten betroffen, gefolgt von Gehegewild, rund 150 gerissenen Rindern sowie Ziegen. Aber auch 13 Pferde, sieben Alpaka und zwei Herdenschutzhunde fielen dem Wolf zum Opfer. 

Seit 2018 gibt es einen kontinuierlichen Zuwachs an vom Wolf getöteten Tieren. Wurden im Jahr 2018 insgesamt 2.067 Nutztiere vom Wolf getötet, waren es 2019 schon 2.894 Nutztiere und im Jahr 2020 insgesamt 3.959.

Wie kann der Herdenschutz noch funktionieren?

Der Schutz der Weidetiere wird für die Halter immer schwieriger und zunehmend zu einem Problem. Selbst immer höhere und doppelte Zäune halten den Wolf nicht zuverlässig ab. Herdenschutzhunde sind nicht überall einsetzbar und auch nicht in genügender Anzahl für alle Weidetierhalter verfügbar. 

Eine Exkursion des Förderverein der Deutschen Schafhaltung e.V. soll Tierhaltern vor Ort zeigen und erklären, wo Schwierigkeiten bei der Umsetzung des Herdenschutzes entstehen und diesen "erlebbar" machen. 

Die Exkursion findet am Mittwoch, den 25. August um 14 Uhr in Winsen statt. Es werden auch Vertreter des Deutschen Bundestages vor Ort sein. Rückmeldung an Herrn Schmücker, 04171-604152.

Mit Material von Förderverein Deutsche Schafhaltung
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