Ferkel im Stall
Christel Grommel | am

Importferkel: Gleiche Vorgaben bei Kastration

Der QS-Fachbeirat Rind und Schwein hat eine Positivliste für die Kastration von Importferkeln im QS-System beschlossen. Damit werden auch für importierte Ferkel mit QS-Status nur Kastrationsmethoden angestrebt, die in Deutschland zulässig sind.

Aktuell zugelassen sind die Jungebermast, die Ebermast mit Impfung (Immunokastration), die Inhalationsnarkose mit Isofluran durch den Landwirt und die Injektionsnarkose mit Ketamin/Azaparon durch den Tierarzt. Auch bei Importen sollen zukünftig ausschließlich die gelisteten Alternativen zugelassen sein.

Die QS-Geschäftsstelle wird aufgefordert, entsprechende Verhandlungen mit den ausländischen Systemgebern zu führen, so dass am Ende einer Übergangsfrist (Zielmarke 2021) nur noch in Deutschland zugelassene Verfahren erlaubt sind.

Der ISN-Vorsitzende Dierkes bewertet dies als einen guten Kompromiss: "Wir haben in der Frage der Kastration einen guten Kompromiss für Ferkelerzeuger und Mäster erzielt. Auf der einen Seite ist es das erklärte Ziel, auch für die Importe nur die in Deutschland zugelassenen Kastrationsverfahren zu erlauben. Auf der anderen Seite wird eine Frist zur Anpassung in anderen Lieferländern gewährt, um bestehende Lieferketten nicht zu zerstören."

Die Frist werde auch deshalb gewährt, um mit den Systempartnern zu verhandeln und damit zum einen die Kastration unter Isoflurannarkose in den Lieferländern auf den Weg zu bringen und die schon heute dort mögliche Injektionsnarkose mit Ketamin/Azaparon organisieren zu können.

Der QS-Fachbeirat schlug auch die Bildung einer strategischen Arbeitsgruppe mit Vertretern aus allen Wertschöpfungsstufen vor. Diese Arbeitsgruppe soll auch die Umsetzung der weiteren hohen gesetzlichen Anforderungen an die Tierhaltung in Deutschland im QS-System sicherstellen. Dabei geht es auch um die Verschärfungen in der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung.

Mit Material von ISN, SUS

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