Mastschwein mit Raufutter
Laura Schneider | am

Initiative Tierwohl: Neue Spielregeln für die dritte Programmrunde

Bei der branchenweiten Initiative Tierwohl beginnt bald die neue Anmeldungsphase. Das sollten Sie zur dritten Runde wissen.

Die Vorbereitungen für die dritte Runde der Initiative Tierwohl (ITW) im Bereich Schwein laufen auf Hochtouren. In Kürze beginnt die Anmeldungsphase. Laura Jans-Wenstrup von der LWK Niedersachsen erklärt, was bei der neuen branchenweiten Programmrunde zu beachten ist.

Wer kann an der ITW teilnehmen?

Teilnehmen können alle Schweinehalter, die in Deutschland Mastschweine, Ferkel oder Sauen halten und auf Basis des QS-Systems produzieren.

Wie läuft die Anmeldung ab?

Die Anmeldung erfolgt über einen Bündler, der die Registrierung zur Teilnahme am ITW-Programm 2021-2023 übernimmt.

Grundsätzlich müssen Sie die Stammdaten Ihres Betriebes wie VVVO-Nummer, Produktionsart, Adresse oder Betriebsleiter angeben und eine Teilnahmeerklärung einreichen. Zusätzlich wird der gewünschte Umsetzungszeitpunkt abgefragt, das heißt ab wann Sie die Anforderungen der ITW nachweislich umsetzen.

Wann muss man sich anmelden?

Die Anmeldung unterteilt sich in drei Phasen:

  • Registrierungsphase I: Vom 15. September bis zum 23. Oktober 2020 können sich Tierhalter anmelden, die bereits teilnehmen. Diese können zudem das Kriterium “Raufutter“ noch für die aktuelle Periode 2018-2020 anmelden, um ein erhöhtes Entgelt zu erhalten. Außerdem können sich neue Mäster anmelden, die vom 1. Januar bis 30. Juni 2021 den Aufschlag aus dem Übergangsfonds beziehen wollen.
  • Registrierungsphase II: Ab dem 1. Januar 2021 können sich neue Schweinemastbetriebe anmelden, die von Anfang an den Aufschlag vom Schlachtunternehmen erhalten (Marktlösung).
  • Registrierungsphase III: Hier können sich neu teilnehmende Ferkelerzeuger anmelden. Für Sauenhalter ist die Anmeldung ab dem 1. Februar 2021 und für Ferkelaufzüchter vom 1. Februar 2021 bis zum 1. März 2021 möglich.

Eine Übersichtstabelle mit Details und weiteren Vorgaben finden Sie in der LAND & FORST, Ausgabe 36/2020 und in der digitalen Ausgabe.

Wie wird die Teilnahme vergütet?

Für die dritte Runde der ITW ist ein Tierwohlaufschlag in Höhe von 5,28 Euro je Mastschwein geplant. Dieser wird befristet bis zum 30. Juni 2021 durch einen Übergangsfonds ausgezahlt. Anschließend soll auf die Marktfinanzierung über den abnehmenden Schlachthof umgestellt werden.

Ferkelaufzüchter erhalten über die gesamte Laufzeit einen Tierwohlaufschlag von 3,07 Euro je Ferkel aus einem Übergangsfonds der Trägergesellschaft.

Für Sauenhalter beinhaltet die ITW einen Tierwohlaufschlag von 1,80 Euro je Ferkel. Diesen zahlt der abnehmende Ferkelaufzüchter.

​​​​​​​Was sind die Kriterien für die dritte ITW-Phase?

In Phase 3 gibt es nur noch Pflichtkriterien. Zu diesen zählen wie in den vorherigen Phasen

  • Einhaltung der QS-Vorgaben
  • Umsetzung des QS-Antibiotika-Monitorings
  • Stallklima- und Tränkwassercheck
  • ausreichender Tageslichteinfall

Darüber hinaus gibt es Neuerungen:

  • Raufuttergabe über eine separate Futterstelle in allen Haltungsbereichen
  • Teilnahme an einer fachspezifischen Fortbildungsmaßnahme einmal jährlich

Sauenhalter und den Schweinemäster müssen zusätzlich das Kriterium „10 % mehr Platz“ realisieren. 

Eine Übersichtstabelle mit allen Kriterien in den einzelnen Bereichen finden Sie in der LAND & FORST, Ausgabe 36/2020 und in der digitalen Ausgabe. Hier lesen Sie auch den vollständigen Artikel.

Mit Material von Laura Jans-Wenstrup, LWK Niedersachsen

Inhalte der Ausgabe

  • Die Zuckerrübenernte ist gestartet!
  • Vorstellung der Waldstrategie 2050
  • Kartoffelfeldtag in Dorstadt: Anbauverfahren und Pflanztechnik
  • Digitalisierung im Kuhstall

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