Ferkel wird in einem Narkosegerät mit Isofluran für die Kastration betäubt
Christel Grommel | am

Isofluran-Narkosegeräte: Antragsfrist verlängert

Das Bundeslandwirtschaftsministerium verlängert die Antragsfrist für die Auszahlungsanträge für Isoflurannarkosegeräte auf den 15. Oktober 2020.

Ab dem 1. Januar 2021 dürfen Ferkel nicht mehr betäubungslos kastriert werden. Die drei möglichen Alternativen sind die Mast von Jungebern, die Impfung gegen Ebergeruch und die Kastration unter Vollnarkose. 

Ministerin Julia Klöckner hatte unmissverständlich betont, dass es keine Ausnahmen geben und auch keine Verschiebung mehr möglich sein wird.

Um das Mehr an Tierwohl ab Beginn des kommenden Jahres zu sichern, hat die Bundeslandwirtschaftsministerin eine Verordnung erlassen, die es Landwirten oder anderen sachkundigen Personen ermöglicht, die Vollnarkose mit dem Tierarzneimittel Isofluran durchzuführen. Voraussetzung ist unter anderem, dass die notwendige Sachkunde theoretisch und praktisch in einer Schulung erlangt und nachgewiesen wurde.

Für die Anschaffung von Narkosegeräten gibt es vom BMEL Unterstützung: 20 Millionen stehen für 2020 zur Verfügung, maximal 5.000 Euro pro Sauenhalter. Die entsprechende Frist für die Auszahlungsanträge wurde nun bis zum 15. Oktober 2020 verlängert. Gefördert werden nur solche Geräte, die im Hinblick auf Tierschutz, Anwendersicherheit und Umweltschutz zertifiziert sind.

Seit dem Inkrafttreten der Förderrichtlinie am 31. Januar 2020 gingen bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) bereits mehr als 3.500 Anträge ein. Das entspricht etwa knapp der Hälfte der deutschen Sauenhalter.

Mit Material von BMEL

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