Suchhund, Hund
Anne-Maria Revermann | am

Kadaver-Suchhunde bei ASP auch für Niedersachsen (aktualisiert)

Um ASP zu detektieren, sollen ausgebildete Suchhunde nun auch in Niedersachsen helfen.

Als Vorbereitung auf einen möglichen Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) plant das Land Niedersachsen die Ausbildung von Wildschweinkadaver-Suchhunden. Wie die Sprecherin des
Landwirtschaftsministeriums, Natascha Manski, sagte, gibt es erste Gespräche mit Vertretern unterschiedlicher Verbände. "Vorgesehen ist - aufbauend auf den Erfahrungen zur Ausbildung und Prüfung im Saarland, ebenfalls in eine Ausbildung einzusteigen."

Wann und von wem die ersten Hunde in Niedersachsen ausgebildet werden, ist noch unklar. Ein möglicher Verein wäre neben dem Jagdgebrauchshundeverband der Bundesverband der Rettungshunde. Ziel sei, die Ausbildung so bald wie möglich anzubieten. 

Mit Material von dpa

Sechs Hunde sind im Saarland bereits zu Wildschweinkadaver-Suchhunden ausgebildet worden. Sie sollen im Falle eines ASP-Ausbruchs tote Wildschweine im Wald aufspüren helfen. Das rasche Entfernen der Kadaver wird bei der Bekämpfung der Tierseuche extrem wichtig sein, weil sich andere Wildschweine an verendeten Artgenossen anstecken können.

Das Spezialtraining hatte das saarländische Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz mit der Vereinigung der Saar-Jäger und einer privaten Hundeschule erarbeitet. Unterstützung bekamen die Saarländer vom Leiter der Hundestaffel der Bundespolizei in Koblenz, der auf Anfrage des Ministeriums regelmäßig bei Übungen dabei war. Die Prüfung weiterer Suchhunde steht noch vor Weihnachten an.

Die Afrikanische Schweinepest ist eine Viruskrankheit, die Wild- und Hausschweine befallen und töten kann. Für Menschen ist sie ungefährlich. In Deutschland wurden bisher keine Infektionen erfasst, kürzlich aber erst wieder in Polen nahe der Grenze zu Brandenburg.

Mit Material von dpa
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