Fleisch
Meinung | Torsten Wiese aus Schwei | am

Jeder Käufer kann selbst entscheiden, welches Fleisch er kauft

Ministerin Otte-Kinast regte eine Zusatzabgabe auf Fleisch an. Fleischermeister Torsten Wiese aus Schwei, Landkreis Wesermarsch, hält nicht viel davon.

Fleischermeister Torsten Wiese aus Schwei hält nichts von einer zusätzlichen Abgabe auf Fleischprodukte. Er ist Obermeister der Fleischerinnung im Landkreis Wesermarsch und betreibt in Schwei eine Landschlachterei. Wiese verkauft in seinem Fachgeschäft Rind- und Lammfleisch aus der Region.

Wert auf tiergerechte Haltung

Sein Schweinefleisch kommt aus einem Aktivstall aus dem Landkreis Cloppenburg. Wiese legt bei seinen Lieferanten Wert auf eine tiergerechte Haltung, seine Kunden im Laden können nachfragen, woher das Fleisch kommt und wie die Tiere gehalten werden. Dafür zahlen sie auch etwas mehr.

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Für ihn ist es deshalb nicht nachvollziehbar, warum auf dieses Fleisch zusätzlich eine „Sondersteuer“ aufgeschlagen werden soll, die es noch teurer machen würde. „Das ist dem Verbraucher doch nicht zu vermitteln,“ sagt er. Diese Abgabe würde genau die Falschen treffen, nämlich Handwerksbetriebe wie seinen und damit auch deren Lieferanten. Das sind vielfach Betriebe, die ihre Tiere schon heute mit höheren Standards halten.

Verbraucher in der Pflicht

Wiese sieht die Verbraucher in der Pflicht: „Jeder Käufer kann doch schon heute selbst entscheiden, welches Fleisch er kaufen will und ob er bereit ist, dafür mehr Geld auszugeben.“

Aus diesem Grund hält er auch nicht viel vom geplanten freiwilligen Tierwohllabel des Bundes.

Mit Material von Christa Diekmann-Lenartz

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