Kaufland Supermarkt
Anne-Maria Revermann | am

Kaufland sagt "nein" zum Kükentöten und stellt Sortiment um

Kaufland spricht sich gegen das Töten männlicher Küken aus. Bis Ende 2021 sollen die Sortimente vollständig umgestellt sein.

Kaufland verzichtet ab sofort im gesamten Bio- und Freiland-Eier-Eigenmarken-Sortiment auf das Töten männlicher Küken, das ab 2021 ohnehin verboten werden soll.

Das Unternehmen will sein Sortiment bis Ende 2021 vollständig umgestellt haben.

Früherkennung im Ei

„Wir lassen hier alle am Markt gängigen Methoden zur Vermeidung des Kükentötens zu. Bei der Geschlechterfrüherkennung im Ei ist es uns aus ethischen Gründen ein besonderes Anliegen, die männlichen Eier in einem sehr frühen Bebrütungsstadium auszusortieren“, sagt Stefan Rauschen, Geschäftsführer Einkauf Frische bei Kaufland. „Deshalb ist die Früherkennung bei uns nur zwischen dem 4. und 10. Tag zugelassen." 

Gemeinsam mit einigen landwirtschaftlichen Betrieben hatte Kaufland im vergangenen Jahr das Projekt „Farm-Ei“ ins Leben gerufen. Hier haben die Hühner 20 Prozent mehr Platz als Freilandhühner, mehr Beschäftigungsmaterial und bekommen spezielle, mit Kräutern zugesetzte Futtermischungen.

Für jedes Ei erhält der Erzeuger einen Zuschlag von 1 Cent und für die Teilnahme am Programm eine monatliche Prämie von 500 Euro. Die Eier sind bundesweit in allen Filialen erhältlich.

Fleisch aus Freilandhaltung

Seit Anfang 2020 bietet Kaufland außerdem bundesweit in allen Filialen Hähnchen und Hähnchenprodukte an, die den Anforderungen der Haltungsform Stufe 3 entsprechen und zusätzlich aus Freilandhaltung stammen.

Damit ist Kaufland nach eigenen Angaben der erste Lebensmittelhändler, der bundesweit Hähnchen aus dieser Haltung anbietet. An den Fleisch-Frischetheken gibt es Fleisch von Schwein, Pute und Hähnchen bereits ausschließlich aus der Haltungsform Stufe 3. 

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