Sauen im Kastenstand
Christel Grommel | am

Keine Unterstützung bei Aufgabe der Sauenhaltung

Sauenhaltende Betriebe, die wegen des Ausstiegs aus der Kastenstandhaltung die Ferkelerzeugung einstellen, erhalten keine finanzielle Unterstützung.

Das erklärte der Parlamentarische Staatssekretär vom Bundeslandwirtschaftsministerium, Hans-Joachim Fuchtel, auf eine mündliche Frage der FDP-Bundestagsabgeordneten Carina Konrad.

"Eine Entschädigung für Betriebe, die sich entscheiden, den Betriebszweig Sauenhaltung aufzugeben, ist nicht vorgesehen", stellte Fuchtel fest. Es sei Aufgabe jedes Wirtschaftsbeteiligten, die geltende Rechtslage einzuhalten und die dadurch entstehenden Kosten zu tragen - und das betreffe auch neue Anforderungen. 

Er wies zudem darauf hin, dass es eine umfangreiche staatliche Förderung für die Umsetzung der neuen Anforderungen gebe. Fuchtel erinnerte daran, dass sich die Förderung im Rahmen des Bundesprogramms Stallumbau auf bis zu 500.000 Euro je Betrieb belaufe und verwies auch auf das Agrarinvestitionsförderungsprogramm (AFP) im Rahmen der GAK, aus dem ebenfalls eine finanzielle Unterstützung für Umbauinvestitionen in der Sauenhaltung möglich sei.

Niedersachsen bei Schweineschlachtungen vorn

In Deutschland sind die Schweineschlachtungen weiter rückläufig. Der Trend setzte sich im April fort, schwächte sich jedoch im Vergleich zu den Vormonaten ab. 

Wie aus aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) hervorgeht, kamen im Berichtsmonat knapp 4,30 Millionen Schweine an die Haken; das waren lediglich 0,9 % weniger als im April 2020. Im gesamten ersten Jahresdrittel 2021 wurde beim Schlachtaufkommen jedoch ein Minus von 609.610 Tieren oder 3,3 % auf 17,73 Millionen Stück im Vorjahresvergleich verzeichnet.

Das Schweineangebot aus heimischen Ställen blieb laut Destatis relativ konstant; es nahm sogar geringfügig um 25.400 Tiere oder 0,1 % auf 17,30 Millionen Stück zu. Der Anteil der verarbeiteten Auslandschweine in den deutschen Schlachthöfen lag nur noch bei 2,4 %, verglichen mit 6,3 % im ersten Drittel des Vor-Corona-Jahres 2019. Der Trend zu weniger importierten Schlachtschweinen aus den Nachbarländern hält schon einige Jahre an und wurde im vergangenen Jahr durch den coronabedingten Ausfall von Schlachtkapazitäten und den Schweinestau noch verstärkt.

Niedersachsen übernahm den ersten Platz bei den Schweineschlachtungen in Deutschland, obwohl diese dort gegenüber dem ersten Jahresdrittel 2020 ebenfalls zurückgingen, nämlich um 2,1 % auf 5,87 Millionen Stück. 

Mit Material von AgE
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