Insbesondere im Landkreis Lüchow-Dannenberg wächst derzeit die Sorge vor der ASP, denn sie rückt immer näher.

Das ist ein Artikel vom Top-Thema:

Ellen Hartmann | am

Kommt die Afrikanische Schweinepest bald nach Niedersachsen?

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) breitet sich immer weiter aus und gerade im niedersächsischen Landkreis Lüchow-Dannenberg wächst die Angst vor einer Einschleppung. Im Nachbarlandkreis Ludwigslust-Parchim (Mecklenburg-Vorpommern) ist das Virus gerade bei einem Wildschwein nachgewiesen worden.

Das Veterinäramt Lüchow-Dannenberg ruft daher alle Schweinehalterinnen und Schweinehalter dazu auf, sich an die Biosicherheitsmaßnahmen zu halten. Die ASP ist für Menschen zwar ungefährlich, wird jedoch von verschiedenen Wildschwein-Arten auf Hausschweine übertragen und endet für diese meist tödlich. Der Landkreis Ludwigslust-Parchim grenzt an Lüchow-Dannenberg. 

Otte-Kinast appelliert an Schweinehalter

"Die Lage ist noch einmal ernster geworden", so Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast. "Dass es nun einen weiteren Fundort nur rund 50 Kilometer von der Landesgrenze entfernt gibt, zeigt, wie aktiv das Infektionsgeschehen ist. Die Biosicherheit ist von unseren Schweinehaltern unbedingt einzuhalten!" Zusätzlich richtet sich das Landwirtschaftsministerium (ML) auch an alle Jäger: Sie sollen unbedingt alle Hygienemaßnahmen beachten und durchsetzen. Wer außerhalb von Niedersachsen jage, dürfe erlegtes Schwarzwild erst nach einem negativen Test nach Niedersachsen bringen.

Erlegtes Schwarzwild erst nach negativem ASP-Test nach Niedersachsen bringen

Die Reste des erlegten Tieres sollten zudem in einer Tierkörperbeseitigungsanlage entsorgt werden, fordert das ML die Jäger weiter auf. Diese dürften keinesfalls im Revier entsorgt werden. In Mecklenburg-Vorpommern haben die zuständigen Behörden nun einen Schutzzaun im Radius von drei Kilometern um den Fundort des infizierten Wildschweins gezogen. Gefunden wurde das Tier bei Marnitz im Landkreis Ludwigslust-Parchim. Laut Mecklenburg-Vorpommerns Agrarminister Till Backhaus sollen alle Wildschweine innerhalb des Zauns gekeult und entsorgt werden. 

ASP-infiziertes Wildschwein in Mecklenburg-Vorpommern entdeckt

Das infizierte Tier sei bei einer Drückjagd von Treibern entdeckt worden, heißt es von den Behörden. Der Frischling sei noch nicht lange tot gewesen. Seit Mittwoch (25. November) liege zudem das Ergebnis einer positiven ASP-Infektion vor. Damit ist Mecklenburg-Vorpommern das dritte Bundesland nach Brandenburg und Sachsen, in dem das Virus festgestellt worden ist. Momentan gehen die Behörden davon aus, dass es in dem Sperrgebiet 106 Hausschweinebestände mit 25.000 bis 30.000 Tieren gibt. 

Erst Anfang letzter Woche war die Afrikanische Schweinepest in einem Mastbetrieb in Lalendorf im Landkreis Rostock ausgebrochen. Insgesamt mussten hier 4.000 Tiere gekeult werden. 

Mit Material von dpa und NDR
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