Schafe auf einem Deich
Christel Grommel | am

Kompetenzzentrum Weidetierhaltung nicht problemorientiert

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat 300.000 Euro für ein Kompetenzzentrum Weidetierhaltung bereitgestellt. Die Weidetierhalter sehen dies nicht als zielführend an.

Ein weiteres Kompetenzzentrum löse nicht das Problem mit den Wölfen, gab der Förderverein der Deutschen Schafhaltung in einer Pressemitteilung an.

Wegen des unkontrollierten Populationswachstums sei die Weidetierhaltung in ganz Deutschland in Gefahr. Der Vorsitzende beschreibt das Problem: "Seit Jahren fordern wir ein wirkliches aktives Wolfsmanagement statt einer bloßen Wolfsverwaltung. Die bedrohliche Lage der Weidetierhalter und ihrer Tiere ist nicht verstanden worden und wird durch ein weiteres Verwaltungszentrum nicht besser. So soll auch dieses Zentrum unter anderem für den Umgang mit der stetig wachsenden Wolfspopulation als Beratungs- und Dokumentationsstelle für Weidetierhalter geschaffen werden." Man habe aus der Erfahrung nichts gelernt und agiere nur, statt zu reagieren. Im Ergebnis sei man nicht weiter als zuvor.

Es gebe keine praktikable Herdenschutzmaßnahme, um Wolfsrisse zu verhindern - eine Regulierung der Wölfe in Deutschland sei dringend erforderlich. 

"Ein aktives Wolfsmanagement ist unausweichlich zum Erhalt der Weidetiere in Deutschland. Alle Spielräume des europäischen Naturschutzrechts, die Länder wie Frankreich, Schweden und Finnland nutzen um eine Schutzjagd zum Schutz der Weidetiere durchführen, müssen auch in Deutschland genutzt werden", so der Vorsitzende Schmücker. Dazu müsse vorab die FFH-Richtlinie vollständig in nationales Recht umgesetzt werden.

Mit Material von Förderverein der Deutschen Schafhaltung

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