Kühe auf einer Weide.
Ellen Hartmann | am

Kritik an Tierhaltung und Lebensmittelproduktion bleibt laut

Trotz der Nachrichtenflut rund um die Corona-Pandemie, gab es auch im vergangenen Jahr viel Kritik an der Agrar- und Ernährungsbranche. Rund drei Mal täglich war die Branche in den Schlagzeilen, zeigt eine aktuelle Analyse.

Die Analyse "AFC-Issue-Monitor Report 2021 – Kritische Themen und Trends in der Agrar- und Ernährungsbranche" der AFC Risk & Crisis Consult zeigt, dass es im Jahr 2020 rund 1.103 kritische Veröffentlichungen zu Themen wie Missständen in der Tierhaltung, Entwicklungen in der Lebensmittelproduktion sowie problematischen Arbeitsbedingungen gab.

Tierhaltung bei der Berichterstattung im Fokus

Dabei wurden unter den Überschriften "Menschenrechte? Nicht so wichtig", "Sie quälen weiter solange die Milch fließt" und "Wahre Kosten von Lebensmitteln sind höher als ihr Preis" im Durchschnitt dreimal täglich über die Branche berichtet. Weiter zeigt die Untersuchung, dass gerade Nachrichten zum Thema Tierhaltung (21,9 Prozent) 2020 am meisten veröffentlicht wurden. Darauf folgen Nachrichten zu Entwicklungen in der Lebensmittelproduktion (6,2 Prozent), Arbeitsbedingungen (5,4 Prozent), Rückstände und Kontaminationen (5,3 Prozent) und politische Diskussionen (4,8 Prozent).

Was wurde kritisiert?

Dabei sei bei der Auswertung besonders die Anzahl der Meldungen zu Arbeitsbedingungen und politischen Diskussionen aufgefallen, heißt es. Dabei standen Debatten um Arbeitsbedingungen in der Fleischbranche, die Zusammenarbeit mit Subunternehmen und das kommende Lieferkettengesetz im Fokus. Auch stark diskutiert wurde die Reform der Lebensmittelüberwachung. Rund 391 Nachrichten betrafen im vergangenen Jahr allein die Fleischbranche, 151 die Branchen Milch und Milchproduktion, 125 den Lebensmitteleinzelhandel und die Systemgastronomie und 137 Obst- und Gemüseprodukte.  

Was ist das für eine Auswertung?

Der "AFC-Issue-Monitor Report 2021" wurde auf Grundlage von 1.103 ausgewerteten Veröffentlichungen erstellt, welche im Rahmen des AFC-Issue-Monitorings identifiziert und als kritisch eingestuft wurden. Die Auswertung soll zur Risikofrühwarnung für die Agrar- und Ernährungsbranche beitragen.  

Mit Material von AFC Risk & Crisis Consult GmbH
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