Küken im Stall

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Christel Grommel | am

Kükentöten: Aldi will Lieferketten für Eier umstellen

Der Discounter Aldi hat in einer Pressemitteilung angekündigt, nur noch Schaleneier anbieten zu wollen, für deren Produktion kein Töten von männlichen Küken nötig ist. Landwirtschaftsministerin Klöckner begrüßte diesen Schritt.

Das Unternehmen will das Töten von männlichen Küken in der Schaleneier-Produktion beenden. Bis 2022 sollen deutschlandweit die gesamten Lieferketten für die Boden-, Freiland- und Bio-Eier des Discounters umgestellt werden. Aldi Nord und Aldi Süd haben sich für eine konsequente Anwendung neuer Methoden entschieden. 

"Wir sind die ersten Händler, die das Kükentöten in der Breite abschaffen. Mit unserem Vorstoß möchten wir diesem verständlicher Weise oft kritisierten Vorgehen ein Ende setzen", so Gelzer, Managing Director Corporate Buying bei Aldi Süd. 

Innovative Verfahren zur frühzeitigen Erkennung

Aldi setzt dabei auf innovative Verfahren und steht im Austausch mit verschiedenen Verfahrensentwicklern. 

Mithilfe eines genanalytischen Verfahrens könne dabei durch ein winziges Loch im Ei das Geschlecht bereits am neunten Bruttag bestimmt werden. So müssten die männlichen Eier nicht erst ausgebrütet werden. Aktuell würde mit Hochdruck daran gearbeitet, die bereits praxistaugliche Technologie zur Serienreife weiterzuentwickeln. Ab Ende 2020 sollten die ersten Aldi-Kunden die ersten Eier ohne Kükentöten in der Produktion kaufen können. 

Man wolle auch die Lieferanten und die Forschung ermutigen, nach neuen Lösungen zu suchen, damit entlang der Aldi Lieferketten keine Küken mehr getötet werden müssten.

Klöckner begrüßt diesen Schritt

Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner begrüßte diesen vom Discounter gemachten Schritt. 

"Es ist eine erfreuliche Entwicklung, dass immer mehr Beteiligte bereit sind, mitzumachen. Das zeigt, dass unser Weg richtig war und ist, massiv in die Forschung zur Geschlechterkennung im Ei zu investieren, um einen flächendeckenden Ausstieg aus dem Kükentöten schnellstmöglich umzusetzen."

Die Ministerin habe der Geflügelbranche deutlich gemacht, dass ein flächendeckender Ausstieg aus dem Kükentöten schnellstmöglich geschehen müsse. Als Ziel wurde Ende 2021 genannt. 

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) fördert nach eigenen Angaben seit 2008 mit über 8 Mio. Euro verschiedene Verfahren, mit denen das Töten männlicher Küken nicht mehr nötig sein wird.

Mit Material von Aldi und BMEL

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