Hähnchen im Stall - Antibiotikaeinsatz sinkt in der Tierhaltung
Christel Grommel | am

Langjähriger Trend: Antibiotikaeinsatz auf niedrigem Niveau

Das Antibiotikamonitoring im QS-System zeigt, dass der Einsatz der Medikamente seit Beginn der Erfassung in 2012 sinkt.

Das Antibiotikamonitoring hat sich als wichtiger Baustein der Lebensmittelsicherheit im QS-System seit 2012 etabliert. Die verabreichten Mengen sanken insbesondere in den Anfangsjahren deutlich und stabilisieren sich mittlerweile über alle Bereiche hinweg auf einem niedrigen Niveau. 

Seit Erfassung aller Tiergruppen der Schweinehaltung und der Mastgeflügel haltenden Betriebe konnte die Gesamtmenge an Antibiotikagaben in tierhaltenden QS-Betrieben um 35,5 % reduziert werden. Knapp 3.000 Tierärzte übermitteln mittlerweile ihre Daten an das QS-System und sorgen damit für eine zuverlässige und umfassende Datengrundlage. 

Statusbericht nimmt Daten weiterer Tiergruppen auf

Weitere Tiergruppen wie zum Beispiel Mastelterntiere bei Hähnchen und Pute wurden in den Bericht aufgenommen. Auch Milchvieh haltende Betriebe wurden als Pilotprojekt eingebunden. Dies soll Lücken in der Dokumentation schließen und zu mehr Transparenz und Sicherheit entlang der Wertschöpfungskette führen.

Auf der Datengrundlage der QS können die Tierhalter ihren Antibiotikaeinsatz anonym mit anderen Tierhaltern vergleichen. Zusammen mit den im QS-System erhobenen Befunddaten und dem daraus berechneten Tiergesundheitsindex (TGI) kann der Tierhalter frühzeitig ganzheitliche Erkenntnisse über die Tiergesundheit in seinem Bestand ableiten und Optimierungspotential aufdecken.

"Der diesjährige Statusbericht zum Antibiotikamonitoring bestärkt uns in unserem Ziel, den Tierhaltern im QS-System durch valide und aussagekräftige Daten über ihren eigenen Bestand einen ganzheitlichen Blick auf die Tiergesundheit zu verschaffen. Nur so können wir den seit 2012 anhaltenden Trend der sinkenden Antibiotikamengen fortsetzen und im Sinne der Lebensmittelsicherheit der Entwicklung von Resistenzen entgegenwirken", bewertet QS-Geschäftsführer Dr. Alexander Hinrichs den 3. Statusbericht.

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