In Mecklenburg-Vorpommern sollen Medienberichten zufolge erneut mehrere ASP-Fälle festgestellt worden sein.
Ellen Hartmann | am

Mecklenburg-Vorpommern: ASP schon wieder bei Wildschweinen entdeckt

In Mecklenburg-Vorpommern sind weitere Ausbrüche der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei Wildschweinen festgestellt worden. Das Friedrich-Loeffler-Institut hat die Fälle nun amtlich bestätigt.

Bei den infizierten Tieren solle es sich um drei Wildschweine handeln, so ein Sprecher des Landkreises Ludwiglust-Parchim. Diese seien bei einer Treibjagd in der letzten Woche in den Ruhner Bergen erlegt worden, heißt es weiter. Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat die Fälle am vergangenen Wochenende amtlich bestätigt.

ASP breitet sich rasant aus

Die Ruhner Berge liegen größtenteils im Landkreis Ludwigslust-Parchim, grenzen aber auch an Brandenburg an. Erst vergangenen Donnerstag (25. November) hatte Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Till Backhaus den Fund eines ASP-infizierten Frischlings bestätigt. Dieser war bei Marnitz im Landkreis Ludwigslust-Parchim bei einer Drückjagd entdeckt und positiv auf die ASP getestet worden. Aufgrund des Fundes ordnete der Landkreis umgehend Tierseuchenbekämpfungsmaßnahmen, wie die Zonierung von Sperrgebieten, deren Einzäunung und die Fallwildsuche an. 

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Mecklenburg-Vorpommern kämpft gegen die ASP

Am vergangenen Freitag (26. November) veröffentlichte der Landkreis dann eine Tierseuchenbehördliche Allgemeinverfügung zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest bei Wildschweinen. Durch diese Anordnung werden Restriktionszonen sowie Regelungen vor Ort festgelegt. In der Allgemeinverfügung ist zudem ein gefährdetes Gebiet rund um den Fundort des infizierten Wildschweins festgelegt worden. Weiter hat der Landkreis in diesem Gebiet zunächst Jagdruhe verordnet, damit sich die Jägerinnen und Jäger auf eine verstärkte Bejagung von Schwarzwild vorbereiten können. Zusätzlich sollen in dieser Zeit Wildsammelstellen eingerichtet werden. Auch soll in dem Gebiet verstärkt nach verendeten Wildschweinen gesucht werden. 

Zaun soll Entweichen von Wildschweinen verhindern

Darüber hinaus hat der Landkreis in dem Gebiet eine Hochrisikozone eingerichtet. Hier gelten auch für den Fahrzeug- und Personenverkehr Einschränkungen. An das gefährdete Gebiet ist zudem eine Pufferzone angegliedert worden. Noch am Freitagabend (26. November) hat der Landesforst damit begonnen, einen Elektrozaun in den Ruhner Bergen zu installieren. So soll das Entweichen von Wildschweinen verhindert werden. 

Mit Material von ISN, dpa
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