Feuerwehr löscht Stallbrand

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Christel Grommel | am

Mecklenburg-Vorpommern: Großbrand in Schweinezuchtanlage

Eine der größten Schweinezuchtanlagen Deutschlands in Mecklenburg-Vorpommern ist heute einem Großbrand zum Opfer gefallen. Mehrere Ställe sind betroffen.

Aktualisierung 31. März: 

Die Brandursache ist noch unklar. Die fast völlig zerstörte Anlage ist vorerst für Ermittlungen beschlagnahmt und gesperrt worden. Ein Brandgutachter soll das Gelände untersuchen.

Gerettet wurden nach Angaben des Landkreises nur 1.500 Tiere. Am Mittwochmorgen löschten Feuerwehrleute noch Glutnester und hielten Brandwache. Etwa 75 Kameraden hatten am Dienstag noch verhindern können, dass das Feuer auf eine Biogasanlage und Futtersilos übergriff.

Viele Tiere tot

Eine Person wurde verletzt, zahlreiche Tiere verendeten. In den vier betroffenen Stallgebäuden befanden sich etwa 5.000 Schweine. 

Die Schweinezuchtanlage Alt Tellin bei Jarmen ist eine der größten in Deutschland. Laut NDR gehört sie zur Landwirtschaftlichen Ferkelzucht Deutschland (LFD) Holding. Die LFD-Holding führt den Betrieb seit 2015, als Nachfolger des Holländers Straathof. Im vergangenen Jahr war der Betrieb dann von der Schweizer Beteiligungsgesellschaft Terra Grundwerte AG übernommen worden.

Nach Polizeiangaben ist die Brandursache ebenso wie die Höhe des Schadens noch unklar, er dürfte aber in die Millionen gehen. Die Kriminalpolizei hat bereits die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen, allerdings können die Beamten am Brandort direkt noch nicht ermitteln. 

Der Betrieb in Alt Tellin war bereits 2019 wegen einer defekten Lüftungsanlage in die Schlagzeilen geraten. Damals verendeten mehr als 1.000 Schweine. Die betroffene Sauen- und Ferkelzuchtanlage war über Jahre sehr umstritten.

Backhaus: Keine Großanlagen mehr

Agrar- und Umwelt­minister Dr. Till Backhaus bezeichnet den Vorfall als Tragödie: "Nach unseren Kenntnissen befinden sich in der Anlage rund 9.000 Sauen und rund 50.000 Ferkel. Man kann sich das Tierleid bei einem solchen Brand nicht vorstellen."

Er wolle sich weiter dafür einsetzen, dass ohne Flächenbindung keine derartigen Anlagen mehr genehmigt werden können. Von der gesetzgeberischen Seite müsse gehandelt werden, damit sich solche Tragödien nicht ständig wiederholten.

Mit Material von NDR, Landwirtschaftsministerium MVP

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