Mehr Förderung für kleine Schlachtbetriebe: Fleischrinder stehen auf einer Weide in Niedersachsen

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Christel Grommel | am

Mehr Förderung für regionale Schlachtstätten

Mehr Tierwohl durch verkürzte Transportwege: Die Förderung für regionale Schlachtstätten wird ausgeweitet.

Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner hat mit den Bundesländern vereinbart, dass kleine und mittlere regionale Schlachtbetriebe stärker gefördert werden. Ab sofort können die Länder entsprechende Programme anbieten, die vom Bund mit 60 Prozent co-finanziert werden.

Die Förderung hat zum Ziel, dezentrale Strukturen auszubauen, damit Transportwege für Tiere verkürzt werden. 

Bislang erstreckte sich die Förderung nur auf kleine und Kleinstunternehmen. Mit der Erweiterung der Fördermöglichkeiten können nun beispielsweise auch regionale Schlachtstätten gefördert werden, die im Verbund mit landwirtschaftlichen Erzeugern und Landmetzgern betrieben werden und zuvor wegen ihrer Größe nicht förderfähig waren.

Die mittleren Schlachtbetriebe müssen dazu Auflagen einhalten. Unter anderem muss dargelegt werden, dass das Vorhaben vorrangig einer regional ausgerichteten Wertschöpfungskette und der Verkürzung von Tiertransportzeiten dient. Bestehende Unternehmen dürfen dadurch nicht verdrängt oder signifikant geschwächt werden.

Weitere Fördermaßnahmen für Landwirte

Der Planungsausschuss für Agrarstruktur und Küstenschutz (PLANAK) hat noch weitere Fördermaßnahmen beschlossen: 

  • Neu ist, dass Investitionen, die zwar wirtschaftlich keinen Mehrwert haben, sich aber durch hohe Beiträge zum Umwelt- und Klimaschutz auszeichnen, mit bis zu 100 Prozent gefördert werden können (z. B. Abluftreinigungsanlagen). Weitere Maßnahmen sind mit bis zu 40 Prozent förderbar, z. B. Lagerstätten für flüssige Wirtschaftsdünger in Verbindung mit Stallbauten, die zu einer deutlichen Emissionsminderung führen.
  • Zuschuss für Investitionen zur Vorbeugung von Schäden durch Naturkatastrophen gleichzusetzende widrige Witterungsverhältnisse von 20 auf 40 Prozent erhöht. Damit können z. B. Investitionen in Hagelschutznetze im Obst-, Wein- und Gemüsebau stärker gefördert werden
  • Für die Kälberhaltung schreibt die Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung künftig einen weichen oder elastisch verformbaren Liegebereich vor. Investitionen in diesem Bereich werden über die AFP-Modernisierungsförderung befristet bis zum Ende der Übergangsfrist mit einem um bis zu 10 Prozentpunkte erhöhten Regelsatz gefördert.

 

Mit Material von BMEL
Tiertransporter mit Kühen

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