Meilink-Goldene-Olga-Milchpreis
Jan-Gerd Ahlers | am

"Milchlandpreis ist wahnsinniger Motivationsschub für uns"

Milchviehbetrieb Schulte-Meilink gewann zum zweiten Mal den Preis der Milchwirtschaft Niedersachsen. Wir besuchten die Landwirte.

Familie Scholten-Meilink aus Hoogstede, Landkreis Grafschaft Bentheim, hat es geschafft: Mit ihrem Milchviehbetrieb gewann die Familie bereits zum zweiten Mal die Goldene Olga, den Preis der Milchwirtschaft in Niedersachsen.

Die Betriebsleiter Gisela Scholten-Meilink und Wiljan Meilink sind mit Leidenschaft Landwirte: „Wir vereinen täglich unser Hobby und unseren Beruf. Der Gewinn vom Milchlandpreis ist ein wahnsinniger Motivationsschub“.

Gute Erfahrungen mit standardisierten Arbeitsabläufen

Auf die Lorbeeren möchte man sich zwar nicht ausruhen, aber jetzt ist erstmal ein ruhigeres Fahrwasser angesagt: Als Familienbetrieb mit Azubi und Aushilfen ist das Pensum so gut zu bewältigen: „Für uns ist es wichtig, dass wir in einem Team gemeinsam arbeiten", sagt Gisela Scholten-Meilink.

Dazu gehörten Familienmitglieder, Aushilfen und Auszubildende. Gute Erfahrungen habe die Familie mit standardisierten Arbeitsabläufen gemacht. So wisse jeder, wann was wie zu erledigen sei und es würden sich weniger Fehler einschleichen.

Jungviehstall direkt am Milchviehstall

Schon in der Vergangenheit konnten die Arbeitsabläufe beim Jungvieh optimiert werden. Der neue Jungviehstall ist dem Milchviehstall direkt angegliedert, wodurch sich die Arbeitswege verkürzt haben.

In der neuen Stalleinheit stehen tragendenden Rinder. Wenn die Rinder vom Aufzuchtbetrieb zurück auf den Betrieb kommen, bleibt ausreichend Zeit, dass sie sich mit ihrer neuen Haltungsumwelt und Futtersituation auseinanderzusetzen. Somit haben sie möglichst wenig Stress.

Das Erstkalbealter soll weiter optimiert werden. 24 Monate sind im Blickfeld.

Maximum an Kuhkomfort

Zum Tierwohl gehört auf dem Betrieb ein Maximum an Kuhkomfort. Die Basis bilden

  • offene Ställe mit viel Licht und Luft,
  • eine gleichbleibende Wasser- und Futterqualität,
  • ein passendes Tier-Fressplatzverhältnis von 1 zu 1,5.

Hinzu kommen

  • gepflegte Tiefliegeboxen mit einer Einstreu aus Stroh,
  • Wasser und Kalk sowie
  • einer dreimaligen Reinigung pro Tag.
  • Für saubere und trockene  Laufgänge sorgt ein Spaltenroboter, der mit einer Wassersprühanlage ausgestattet ist.

Nach Fakten entscheiden

 „Wir entscheiden lieber nach Fakten als nach Bauchgefühl – bei uns werden produktionstechnische und betriebswirtschaftliche Zahlen und Daten regelmäßig ausgewertet", erklärt der Betriebsleiter. Darüber hinaus haben die Scholten-Meilinks eine externe Betriebsberatung, mit der sie sich quartalsweise treffen.

Eine Benchmark-Auswertung ermögliche dabei den Vergleich zu anderen Betrieben und schütze die Familie selbst vor Betriebsblindheit.

Eine Reportage über die Familie lesen Sie in der LAND & Forst 32/19.

Inhalte der Ausgabe

  • Thema der Woche: Betriebsunfall - Landwirt kämpft sich zurück ins Leben
  • Agrarpolitik: Debatte zur Farm-to-Fork-Strategie
  • Technik: So wird der Mähdrescher mit Zwiewuchs bei der Ernte fertig
  • Pflanzenbau: Anbautipps zur Rapsaussaat
  • Tierhaltung: Schweinehaltung in Offenställen
  • Leben auf dem Land: Hofübergabe - so gelingt der Generationenwechsel
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