Melkstand

Das ist ein Artikel vom Top-Thema:

Jan-Gerd Ahlers | am

Milchmarkt: Die erzeugte Menge im Blick behalten

Die Coronakrise erhöht den Druck auf Milchwirtschaft und Milchbauern. Diese sollten ihre geplante Erzeugungsmenge überdenken.

Da Gastronomie- und Großverbraucherumsatz zurzeit fehlen, verschieben sich die Absatzmöglichkeiten innerhalb der Milchvermarktung hin zum Lebensmitteleinzelhandel.

Die Exportmärkte sind teilweise zusammengebrochen. Niedrige Ölpreise führen zu einer verringerten Nachfrage aus den ölexportierenden Ländern. Bei der Notierung für Spotmilch zeigt sich ein starker Preisrückgang  im Norden pendelt sie um die 20 Cent-Marke.

Turbulenzen auf dem Milchmarkt gibt es derzeit weltweit: In Großbritannien werden Milchgeldzahlungen verschoben, in den USA kippen Farmer ihre Milch weg, weil die Molkereien sie nicht mehr abholen. Auch in Neuseeland und Australien sind die Milchpreise unter Druck geraten.

Durststrecke für den Milchmarkt

Die von der Handelsplattform GDT notierten Preise sind seit Januar um rund 15 % gefallen. Damit erreichten sie den niedrigsten Stand seit 16 Monaten.

Auf die Auszahlungspreise der Molkereien hat das Geschehen am Markt noch keinen Einfluss. Die Vermarktungssituation wirkt sich erst mit zeitlicher Verzögerung auf die Erzeugerpreise aus.

Die Prognosen norddeutscher Molkereien bezüglich der künftigen Auszahlungspreispolitik sind aber eindeutig: Erzeuger müssen sich auf eine Durststrecke von mehreren Monaten einstellen.

Milchbauern sollten Erzeugungsmengen überdenken

Bis die Coronakrise vollständig überwunden ist steckt der globale Milchmarkt in ernst zu nehmenden Schwierigkeiten. Aufrufe vieler Molkereien, die Produktion zu drosseln, zeigen bereits Wirkung  nicht nur in Deutschland. Sie können zu einer Stabilisierung der Lage beitragen und belegen das Verantwortungsbewusstsein vieler Milchbauern.

Da die Preise vermutlich sinken werden, sollte jeder Landwirt die Erzeugungsmenge seines Betriebes, die für die nächsten Monate geplant hat, neu justieren.

Private Lagerhaltung

Die EU stellt nun 30 Mio. Euro für die private Einlagerung von Magermilchpulver, Butter und Käse bereit. Die Eröffnung der privaten Lagerhaltung ist eine relativ kostenschlanke Lösung, um variabel auf die weiteren Marktentwicklungen zu reagieren.

Die bereitgestellten Mittel dürften die unter Preisdruck stehenden Märkte entlasten und die Preise stabilisieren. Anders als bei öffentlicher Intervention bleiben die Molkereien im Besitz der Ware und können selber den Verkaufszeitpunkt bestimmen.

Den gesamten Artikel von Dr. Albert Hortmann-Scholten lesen Sie in der LAND & FORST, Ausgabe 18/2020 und in der digitalen Ausgabe.

Mit Material von Dr. Albert Hortmann-Scholten, LWK Niedersachsen

Inhalte der Ausgabe

  • Messerückblick EuroTier
  • Amtsantritt von Miriam Staudte
  • Biogasanlagen droht Insolvenz
  • Schlepper-Lichterfahrt: Infos zu Führerschein & Co.
  • Adventsrezepte mit Walnüssen

Reinschnuppern: 12 Ausgaben ab 10€

Jetzt bestellen

Digitale Ausgabe

Jetzt bestellen
digitalmagazin

✓ Artikel suchen und merken

✓ exklusiv: Video und Audio

✓ Familienzugang

✓ 1 Tag früher informiert

Digitale Ausgabe

✓ Artikel merken und teilen
✓ exklusiv: Video und Audio
✓ Familienzugang
✓ 1 Tag früher informiert
Produkte entdecken
 
Das könnte Sie auch interessieren

Inhalte der Ausgabe

  • Messerückblick EuroTier
  • Amtsantritt von Miriam Staudte
  • Biogasanlagen droht Insolvenz
  • Schlepper-Lichterfahrt: Infos zu Führerschein & Co.
  • Adventsrezepte mit Walnüssen

JETZT DAS WOCHENBLATT KENNENLERNEN – GEDRUCKT ODER DIGITAL!

Reinschnuppern: 12 Ausgaben ab 10€

Jetzt bestellen