Fleckvieh_Symbolbild

Das ist ein Artikel vom Top-Thema:

Kristina Wienand | am

Nach mutmaßlichen Wolfsrissen: Peinerin bietet Landwirt Hilfe an

Von zwei Kälbern fand der Besitzer nur noch die Knochen auf seiner Weide. Nach dem mutmaßlichen Wolfsrissen bei Uetze bietet eine Pferdebesitzerin dem betroffenen Landwirt nun ihre Hilfe an.

Nachdem ein oder mehrere Wölfe in Eltze bei Uetze in der Region Hannover mutmaßlich zwei Kälber auf der Weide gerissen haben, bekommt der Landwirt jetzt Hilfe. Eine Pferdehalterin aus Peine bietet dem Landwirt an, seine Tiere auf ihre Weide in Hofschwicheldt – südlich von Hämelerwald – zu stellen.

„Ich setze mich viel mit dem Thema Wolf auseinander. Der Wolf ist nicht blöd, er kommt wieder“, sagt Urte Wittenberg den „Schaumburger Nachrichten“. Die Frau aus Peine hält demnach selbst vier Pferde, die sich aber schon im Stall befinden. „Der Landwirt, dem die Weide gehört und von dem ich sie gepachtet habe, wäre auch einverstanden“, erklärt Wittenberg weiter.

Landwirt: Weg ist zu weit

Der betroffene Landwirt Bernd Wiedenroth freut sich über das Angebot, doch aufgrund der Entfernung kommt es für ihn nicht in Frage. „Es ist gut gemeint, aber das ist zu weit weg“, sagt er in Anbetracht der gut zwanzig Kilometer Entfernung.

Von seinen ursprünglich 20 Kälbern sind nun nur noch sechs im Stall. „Die anderen sind alle verkauft oder gehen zur Mast“, berichtet Wiedenroth. „Es geht ja nicht anders.“

Olaf Lies

Nur noch abgenagte Knochen auf der Weide

Ein Rückblick: In der Nacht von Sonntag (18. September) auf Montag hatten vermutlich Wölfe zum ersten Mal dort Jagd auf ein in der Herde stehendes Kalb gemacht. Zwischen Mittwoch (28. September) und Donnerstag folgte dann ein zweiter Angriff auf der Weide. In beiden Fällen fand Wiedenroth nur noch abgenagte Knochen vor.

Nach Auskunft der Landwirtschaftskammer steht das Ergebnis der Untersuchung der eingeschickten DNA-Proben vom 19. September weiterhin aus. Dass es sich tatsächlich um einen Wolfsriss handelt, ist demnach bisher nur bei dem zweiten, späteren Fall bestätigt.

Umzäunung wegen Fuhse schwierig

19 Mutterkühe der Rasse Fleckvieh hält Landwirt Wiedenroth insgesamt. Gemeinsam mit den Kälbern und einem Deckbullen stehen sie normalerweise fast das ganze Jahr auf der Weide - ohne wolfsabweisenden Zaun.

Bernd Wiedenroth zufolge darf er diesen auf den von ihm gepachteten Flächen nicht aufstellen, weil die Wiesen im Überschwemmungsgebiet der Fuhse liegen. Stattdessen seien die Weideflächen mit stromführenden Litzen umzäunt.

Mit Material von Schaumburger Nachrichten/HAZ
Wolf

Digitale Ausgabe

Jetzt bestellen
digitalmagazin

✓ Artikel suchen und merken

✓ exklusiv: Video und Audio

✓ Familienzugang

✓ 1 Tag früher informiert

Digitale Ausgabe

✓ Artikel merken und teilen
✓ exklusiv: Video und Audio
✓ Familienzugang
✓ 1 Tag früher informiert
Produkte entdecken
 
Das könnte Sie auch interessieren

Inhalte der Ausgabe

  • Gänsezucht: Risiko nimmt zu
  • Verhaltenstipps für Jäger bei Verkehrskontrollen
  • Tipps zur Auswahl von Landwirtschaftsreifen
  • E-Mail-Management im Agrarbüro
  • Modellvorhaben Gülleansäuerung

JETZT DAS WOCHENBLATT KENNENLERNEN – GEDRUCKT ODER DIGITAL!

Reinschnuppern: 12 Ausgaben ab 10€

Jetzt bestellen