Aus dem Nährstoffbericht 2020/2021 geht unter anderem hervor, dass der Mineraldüngereinsatz zurückgegangen ist.
Ellen Hartmann | am

Nährstoffbericht: Weniger Nährstoffanfall und Mineraldünger

Erste Ergebnisse des Nährstoffberichts 2020/2021 zeigen, dass es einen reduzierten Dung- und Nährstoffanfall aus der Tierhaltung sowie einen starken Rückgang beim Mineraldüngereinsatz gibt.

"Auch wenn noch nicht alle Auswertungen abgeschlossen sind und sich noch Änderungen ergeben können: Der Trend zeigt, dass wir mit unseren Maßnahmen auf dem richtigen Weg sind", so Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast. "Die Richtung stimmt, die Maßnahmen greifen!"

Dung- und Gärresteanfall geht zurück

Nach Angaben des niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums (ML) würden gerade die "intensiver Beratung", Anpassungen der Landwirtinnen und Landwirte an die neuen Maßnahmen der Düngeverordnung von 2017 sowie "die stetig verbesserte Transparenz und Überwachung der Nährstoffströme in Niedersachsen" zeigen, dass die Richtung stimme. So sei der niedersächsische Dung- und Gärresteanfall "von zuletzt 56 Millionen Tonnen" weiter zurückgehend. Dies zeigte sich auch bereits im Nährstoffbericht 2019/2020. Vom Agrarministerium heißt es weiter, dass der seit Jahren abzeichnende "Rückgang beim Stickstoff-(N)-Mineraldüngerabsatz auf Landesebene" weiter anhalte. Das Statistische Bundesamt teilte sogar mit, dass die Zahlen einen neuen Tiefststand seit Bestehen de Düngeverordnung im Jahre 1996 erreicht hätten und derzeit bei 186.000 Tonnen N-Mineraldüngerabsatz im Land liege. 

Positive Entwicklung bei Stickstoffdüngesaldo

Aus diesem Grund geht das ML auch davon aus, dass der Rückgang beim N-Mineraldüngereinsatz sich auch positiv auf den Stickstoffdüngesaldo (nach § 3 Abs. 3 der Düngeverordnung) auswirken werde. Auf Landesebene sei der Stickstoffdüngesaldo im aktuellen Nährstoffbericht mit einem N-Überhang von rund 700 Tonnen N "nach einem Höchststand von über 80 Tausend Tonnen N im Berichtszeitraum 2014/15" recht ausgeglichen. "Diese positive Entwicklung setzt sich nun erfreulicherweise fort", erklärt Otte-Kinast. Demnach würde Niedersachsen sich auch freuen, wenn das Bundeslandwirtschaftsministerium diesen Trend bei den "Verhandlungen mit der Europäischen Kommission zur Umsetzung der EU-Nitratrichtlinie aufnehmen würde".

Nährstoffbericht beleuchtet Nährstoffsituation in Niedersachsen

Jedes Jahr erstellt die Düngebehörde der Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK) einen sogenannten Nährstoffbericht, welcher die Nährstoffsituation in Niedersachsen darstellt. Derzeit liegen die abschließenden Zahlen noch nicht vor, die finale Auswertung erfolgt im Januar 2022. Im März 2022 soll dann der nächste Nährstoffbericht veröffentlicht werden. 

Mit Material von ML
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