on_Inhalationsnarkose-Ferkelkastration

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Laura Schneider | am

Narkosegeräte für die Ferkelkastration im Test

Ferkelerzeuger, die ein Narkosegerät für die Ferkelkastration kaufen wollen, können noch bis Juni eine Förderung beantragen. Die Deutsche Landwirtschaftsgesellschaft testet zur Zeit fünf Geräte.

Die Inhalationsnarkose mit Isofluran ist die derzeit meistdiskutierte Alternative zur betäubungslosen Ferkelkastration. Laut Ferkelbetäubungssachkundeverordnung (FerkBetSachkV) dürfen Ferkelerzeuger die Isoflurannarkose künftig selbst durchführen, wenn sie einen entsprechenden Sachkundenachweis vorlegen.

Für die Anschaffung eines Narkosegerätes können Ferkelerzeuger noch bis Juni eine Förderung bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) beantragen. Bis zu 60 Prozent der Gerätekosten und maximal 5.000 Euro pro Unternehmen werden übernommen. Was Sie dabei beachten sollten:

  • Sie dürfen das Gerät darf erst nach Bewilligung des Förderantrags anschaffen.
  • Es besteht eine Zweckbindungsfrist von fünf Jahren.
  • Das Gerät muss von der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft (DLG) zertifiziert sein.

Geräteeigenschaften

Die Narkosegeräte verfügen generell über einen Verdampfer für das Isofluran und einen Aktivkohlefilter zur Vermeidung von Gasemissionen in die Umgebungsluft. Rest-Isofluran aus den Narkosemasken wird über ein Filtersystem abgesaugt. Außerdem müssen verschiedene Überwachungsfunktionen vorhanden sein:

  • Anzeige von Betriebsbereitschaft und Narkosedauer
  • Aufzeichnung und manipulationssichere Speicherung der Anzahl der Narkosen
  • Kontrolle und Anzeige von Isofluranverbrauch und Sättigungsgrad des Abluftfilters

Weitere Informationen zu den Geräten im DLG-Test

Eigenschaften der Narkosegeräte zur Ferkelkastration

Prüfkriterien der DLG

Das Testzentrum Technik und Betriebsmittel der DLG prüft seit Januar Narkosegeräte für die Ferkelkastration. Die Prüfkriterien sind unter anderem:

  • Tiergerechtheit
  • Tierschutz
  • Hygiene
  • Handhabung
  • Servicekonzept
  • Arbeitsplatzsicherheit

Verstärkter Anwenderschutz

Die Arbeitsplatzsicherheit ist ein besonders wichtiger Aspekt. Die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) hat die gesundheitlichen Gefahren durch Isofluran im vergangenen Jahr thematisiert. Im Anschluss an die Tests zweier Narkosegeräte forderte sie, dass der Anwenderschutz verstärkt und das höchstmögliche Schutzniveau umgesetzt wird.

Im Rahmen der Geräteprüfung kontrolliert die DLG, wie zuverlässig das gelingt: Da es in Deutschland bisher keine Grenzwerte für die Isofluranexposition gibt, arbeitet sie mit dem weltweit geringsten definierten Grenzwert von 15 mg Isofluran pro m³ Luft. Bei Arbeitsplatzmessungen überprüft sie, ob der Grenzwert nach mehrstündiger Kastrationsarbeit im Raum überschritten wird.

Weitere Informationen zur Ferkelkastration unter Isoflurannarkose finden Sie in der LAND&FORST in Ausgabe 10/2020.

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