Wildschweine am Waldrand
Birgit Greuner | am

Neue Schweinepestfälle in Ungarn beunruhigen Niedersachsens Landwirte

Weitere Ausbrüche der Afrikanischen Schweinepest in Osteuropa bedrohen auch weiterhin Niedersachsens Wild- und Hausschweine.

Neue Fälle der Afrikanischen Schweinepest in einem ungarischen Zoo beunruhigen auch Landwirte in Niedersachsen. Wahrscheinlich hätten Menschen das Virus in das Wildgehege eingeschleppt, vermutet das Landvolk.

Das Virus ist für Menschen ungefährlich, für Wild- und Hausschweine aber tödlich. Einen Impfschutz gibt es nicht. Die Gefahr einer Ausbreitung auf Wildschweinbestände ist nach Experteneinschätzung nach wie vor hoch.

Drastische Folgen für Hausschweinhalter

Auch wenn die Krankheit nur unter Wildschweinen ausbricht, hätte das drastische wirtschaftliche Folgen für die Hausschweinhalter. Das zeigt nach Angaben des Landvolks das Beispiel Belgiens, wo im vergangenen Jahr die Tierseuche bei Wildschweinen ausgebrochen war.

Die dortigen Schweinehalter leiden seitdem unter einem historischen Preistief und können auch nicht vom aktuellen Exportboom profitieren. Europäisches Schweinefleisch ist in China gefragt.

Ausbruch der Tierseuche in Deutschland verhindern

Um einen Ausbruch der Tierseuche in Deutschland zu verhindern, seien vermehrte Abschüsse von Wildschweinen und Sicherheitsmaßnahmen wie strenge Hygienestandards für die Schweineställe notwendig.

Aus osteuropäischen Ländern sollte niemand Rohwurst wie Salami oder andere Wurstwaren mitbringen. An Rastplätzen sollten auch keine Essensreste hinterlassen werden, die Wildschweinen fressen könnten.

Mit Material von dpa
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