Rindfleisch wird zerlegt

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Anneke Struck | am

Nichts wird verschwendet: Rindfleisch aus dem Internet

Bei einem Grillabend mit Freunden entsteht die Idee: Ohne Fleischverschwendung das ganze Tier aus artgerechter Haltung an den Verbraucher bringen. Mit diesem Anspruch gründen zwei Hunsrücker das StartUp-Unternehmen "Heimeat".

Artgerechte Haltung und ganze Rinder verwerten – mit dieser Idee haben die Freunde Tim Inboden und Julian Bertram aus dem Hunsrück ihr StartUp-Unternehmen "Heimeat" gegründet. Sie haben sich damit zum Ziel gesetzt, das ganze Tier zu vermarkten und nicht nur die feinen Stücke an den Verbraucher weiterzugeben. Metzgermeister Tim Inboden schlachtet dabei selbst. Julian Bertram ist Betriebswirtschaftler und übernimmt der Vertrieb der Fleischpakete über das Internet. Den Bezug zur Landwirtschaft und zum fairen Umgang mit dem Tier wollen sie so jedem nach Hause liefern können.

Woher kommt das Fleisch?

Ihre Rinder stammen zum einen aus der Haltung von Tim Inboden selbst und zum anderen von einem in der Nähe liegenden Betrieb. Die Rinder kommen bei beiden Betrieben aus der ganzjährigen Weidehaltung mit Muttergebundener Kälberaufzucht.

Auch Schweinefleisch vermarkten sie auf diesem Weg. Den Schweinehalter, mit dem die beiden Hunsrücker zusammenarbeiten, haben sie bewusst nach ihren Kriterien ausgesucht: Haltung auf Stroh, ruhiger Umgang und Auslauf. Auch hier geben Haltung, Alter der Tiere und Fütterung dem Fleisch Geschmack. Auch Hähnchenfleisch soll ins Programm mitaufgenommen werden.

Schlachtung ohne Fleischverschwendung

Die Tiere haben zum Ort der Schlachtung keine langen Transportwege. Das ist den beiden von Heimeat wichtig. Wenig Stress sorgt für bessere Fleischqualitäten. Bei jeder Schlachtung ist dann jemand vom Amt dabei und kontrolliert Tier und Fleisch vor und nach der Schlachtung. Das ganze Tier wird schließlich verwertet: Aus dem Fell des Rinds wird Leder gemacht, das Fett kommt in die Wurst, aus den Knochen und Sehnen kochen Tim und Julian Fonds.

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Nachhaltiger Versand

Verschickt wird das Fleisch per Express-Versand in gekühlten Boxen. Auch bei der Verpackung achten die beiden auf Nachhaltigkeit. Die Kartons bestehen aus recyceltem Altpapier. Die komplette Verpackung, auch die Kühlpads, sind über die Altpapiertonne entsorgbar. So gehen die Pakete, gefüllt mit rund 4 kg Fleisch und Wurst für rund 80 € an den Kunden.

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