Schweinehälften im Schlachthof
Anne-Maria Revermann | am

Niedersachsen überholt NRW bei Schlachtung von Schweinen

Die Corona-Pandemie führt zu Verschiebungen bei den Schweineschlachtungen - Niedersachsen überholt Nordrhein-Westfalen bei verarbeiteten Tieren.

Im September sind in Deutschland erneut weniger Schweine geschlachtet worden als im Vorjahresmonat; allerdings fiel der Rückgang nicht mehr so stark aus wie im Sommer. Trotz coronabedingten Verschiebungen bei der Schlachtung von Schweinen wurde Niedersachsen die neue Nummer eins bei den Schweineschlachtungen in Deutschland und überholte damit den bisherigen Spitzenreiter NRW.

Dennoch: Für das Gesamtjahr ist die geringste Schweinefleischerzeugung in Deutschland seit mehr als zehn Jahren zu erwarten.

Ausfälle an Schlachthöfen

Von Januar bis September 2020 ging die Zahl der zerlegten Schweine in Nordrhein-Westfalen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um fast 1,12 Millionen oder 8,2 % auf 12,51 Millionen zurück. Mitverantwortlich hierfür waren temporäre Lockdowns von Schlachthöfen wegen Corona-Infektionen bei Mitarbeitern, darunter im Westfleisch-Werk in Coesfeld und vor allem die Produktionsausfälle bei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück.

Corona-Probleme gab es zwar auch in Niedersachsen - dort war jedoch im gleichen Zeitraum ein Anstieg der verarbeiteten Schweine um 1,3 % auf 13,57 Millionen Tiere zu verzeichnen, womit dieses Bundesland die neue Nummer eins bei den Schweineschlachtungen in Deutschland wurde. Die coronabedingten Produktionsausfälle an den niedersächsischen Standorten von Tönnies in Sögel und von Vion im Emstek werden sich wohl erst in den Oktober-Zahlen bemerkbar machen.

Mit Material von AgE
Schinken-Schinkenzerlegung-Schlachthof.jpg

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