Fischerboot in Neuharlingersiel
Anne-Maria Revermann | am

Niedersachsens Fischer sorgen sich wegen Windparkbau

Niedersachsens Fischer sorgen sich wegen des Baus von Offshore-Windparks um ihre Fanggebiete.

Niedersächsische Fischer sehen Fanggebiete durch Offshore-Windenergie bedroht. "Wir fordern, möglichst nah an die Windparks heran zu dürfen oder auch in den Windparks fangen zu können", sagte die Fischereiberaterin bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Hilke Looden. So sollten die Sicherheitszonen rund um die Windparks nicht weiterhin 500 Meter betragen.

Neben der Fangverbote in den Windparks selbst machen den Fischern Kabeltrassen sorgen, um den Strom an Land zu bringen. Seitens der Politik wird der Ausbau als wichtiger Baustein für den Klimaschutz gesehen.

Bisher sind nach Angaben des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie 17 Offshore-Windparks in der Nordsee in Betrieb und drei weitere im Bau. Ziel nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz ist es, bei Offshore-Windenergie in Deutschland von 6.500 Megawatt 2020 auf 15.000 Megawatt bis 2030 zu kommen.

2019 war nach zwei wirtschaftlich guten Jahren ein schlechtes für die Fischer im Verband: Sie landeten 7,7 Tonnen Fisch, Krabben und Muscheln für den menschlichen Konsum an - gegenüber 12,6 Tonnen im Vorjahr. Die Erlöse brachen um fast 47 Prozent ein, von knapp 38 Millionen Euro auf rund 20 Millionen.

Mit Material von dpa
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