Geflügelstall Freilandhaltung Niedersachsen

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Christel Grommel | am

Niedersächsische Geflügelwirtschaft steht hinter Borchert-Plan

Empfehlungen der Borchert-Kommission zum Umbau der Tierhaltung seien ein "substanzieller Zukunftsplan", in dem sich alle Beteiligten wiederfinden können.

"Wir stehen hinter dem Kompromiss und halten ihn für den zur Zeit wichtigsten Beitrag zur Planungs- und Zukunftssicherung der deutschen Nutztierhaltung", betonte der NGW-Vorsitzende Friedrich-Otto Ripke. 

Allen Beteiligten sei bewusst, dass für die Umsetzung der neuen tierwohlfördernden Haltungskriterien zunächst Änderungen, genauer gesagt neue "Befreiungsbedingungen", im Bau- und Emissionsrecht erfolgen müssten. Offenställe mit Außenklimareiz oder Auslauf würden ansonsten graue Theorie bleiben. 

Ripke zeigte sich erfreut über den Entschließungsantrag der großen Koalition, der die Bundesregierung auffordere, bis zum Ende der laufenden Legislaturperiode auch einen Vorschlag zur Finanzierung der vorgeschlagenen Tierhaltungskriterien vorzulegen. Damit werde endlich die politische Einsicht bestätigt, dass die Tierhalter die kostenaufwändigen zukünftigen Haltungskriterien nicht allein finanzieren könnten und sollten. Dies fordere der Verband seit Jahren. "Das ist ein echter Fortschritt", so Ripke. 

Wettbewerbsfähigkeit erhalten

Für Ripke ist die langfristig sichere Finanzierung und Planbarkeit von entscheidender Bedeutung. Aus Sicht des NGW und des Zentralverbandes der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG) sei dafür eine zweckgebundene Tierwohlprämie mit einer Laufzeit von mindestens 20 Jahren nötig. Als Finanzierungsinstrument komme eine von den Verbrauchern zu leistende maßvolle Tierwohlabgabe in Frage. 

Damit eine gewünschte Breitenwirkung ohne lange Übergangsfristen erzielt werden könne, müssten zudem die Kriterien der Initiative Tierwohl (ITW) Geflügel - insbesondere die Besatzdichte - in der Einstiegsstufe gelten. "Die erste Stufe muss praktikabel und bezahlbar sein, damit sie beim Verbraucher Akzeptanz findet - und damit die deutsche Tierhaltung wettbewerbsfähig bleibt", so Ripke.

Zudem sei besonders wichtig, dass die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Geflügelwirtschaft nicht verlorengehe. Bei der Ausgestaltung der nationalen Kennzeichnung müsse genau auf Konformität mit den EU-Vermarktungsnormen geachtet werden. Vor Einführung eines Tierwohllabels sei eine umfassende Folgenabschätzung unumgänglich.

Mit Material von AgE

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