Brieftaube
Carl Hesebeck | am

Nordhorn: Wir züchten Brieftauben

Von Kunstflügen und langen Distanzreisen ihrer Brieftauben können Jennifer und Daniel Thier viel berichten. Seit 2011 züchtet das junge Paar aus Nordhorn Brief- und Kunstflugtauben und engagiert sich im Verein Luftpost.

Wenn Jennifer Thier aus Nordhorn (Grafschaft Bentheim) jemand vor neun Jahren gesagt hätte, dass der Brieftaubensport und vor allem die Vögel selbst einmal ihr liebster Zeitvertreib werden würden – sie hätte wohl gelacht und mit dem Kopf geschüttelt.

„Mein Mann hatte früher schon mal Brieftauben gezüchtet und dann 2011 wieder Tauben mitgebracht. Davon war ich erst gar nicht begeistert, aber das hat sich sehr schnell geändert."

Kunstflugtauben: Purzelbäume in der Luft

Taubensport-Jennifer-Thier

Gemeinsam mit ihrem Mann Daniel Thier bildet sie die Schlaggemeinschaft „Team Thier“ und ist Teil des Vereins „Luftpost“ in der Reisevereinigung Nordhorn. Mittlerweile finden auf dem Grundstück der beiden Nordhorner in Frenswegen etwa 200 Brieftauben und 30 Kunstflugtauben Unterschlupf, mit der 14 Jahre alten Taube „Olga“ findet sich sogar noch die erste Brieftaube der Schlaggemeinschaft wieder.

„Die Kunstflugtauben schlagen in der Luft eine Art Purzelbaum. Im Wettbewerb wird darauf geachtet, wie oft und wie sauber den Tauben das gelingt. Dafür kommt extra ein Wettbewerbsrichter zu den einzelnen Züchtern, wir haben bislang aber noch nicht mitgemacht“, erklärt Jennifer Thier.

Wann kommen die Tauben nach Hause?

Ganz anders sieht das mit den sogenannten Distanzflügen aus, unter den Freunden des Brieftaubensports auch „Reisen“ genannt. Die Saison beginnt stets im April und dauert bis September, die Tauben werden dafür in bis zu mehrere hundert Kilometer entfernte Orte gebracht und treten von dort die Heimreise an – ganz ohne Navigationsgerät, dafür mit einem herausragenden Orientierungssinn.

Ziel des Wettbewerbs ist es für die Züchter, als erstes die Heimkehr der eigenen Taube melden zu können.

Reinigen des Taubenschlags

„Wenn man damit mal angefangen hat, ist es wie eine Sucht“, sagt Jennifer Thier und lacht. Das gilt für die 33-Jährige nicht allein für den Sport, sondern vor allem für die Vögel selbst.

Mit viel Liebe und Engagement widmet sie sich gemeinsam mit ihrem Mann und ihren Kindern ihrem Hobby, allein für das Reinigen der Schläge wird jeden Tag eine gute Stunde investiert.

Wenn Brieftauben sich verirren

Als Vertrauensperson vermittelt sie zudem gestrandete Brieftauben, die dank ihrer Hilfe und aufmerksamer Mitbürger in ihre teilweise mehrere hundert Kilometer entfernten heimischen Schläge zurückfinden.

„Viel läuft da über Facebook, gerade wenn Mitfahrgelegenheiten für die Vögel organisiert werden müssen. Wer eine Taube findet, kann schon viel über die Beringung herausfinden – zum Beispiel eine Telefonnummer als Kontakt“, erklärt Jennifer Thier.

Zurückgekehrte Tauben

Verfügen die Tauben über einen Ring, werden sie ihrem Besitzer gemeldet. „Ist das nicht der Fall, versuchen wir die Brieftauben zu vermitteln oder nehmen sie in den eigenen Bestand auf“, erzählt Daniel Thier.

Wie groß die Freude über eine zurückgehrte Taube ist, wissen Jennifer und Daniel Thier nur zu gut. „Wenn wir selbst eine Taube vermissen und dann gemeldet bekommen, fahren wir dafür auch schon mal ins Ruhrgebiet. Die Vögel haben bei uns genau den gleichen Stellenwert wie Hund oder Katze.“

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der LAND & FORST, Ausgabe 29/2020 oder in unserer digitalen Ausgabe.

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