Feldhase schaut aus dem hohen Gras

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Janina Schuster | am

Online-Kurs: wildlebende Tiere beobachten

Wo leben wie viele Wildtiere? Diese Frage geben Forscher an die Öffentlichkeit weiter und werben um Mitwirkung an ihrem Projekt "MammalNet".

Das Projekt besteht bereits seit 2019 und wurde jetzt mittels Finanzierung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) um den Onlinekurs zur Wildtierbeobachtung erweitert. Dort wird interessierten Bürgerinnen und Bürgern Hilfestellung bei der Ausübung ihres Hobbys geboten. Die Forschenden möchten herausfinden, wie viele wildlebende Säugetiere es gibt und wo in Europa sie zu finden sind. 

Vier Themenschwerpunkte im Onlinekurs

Die Onlinekurs-Teilnehmer übermitteln ihre Daten dabei mit einer eigens dafür konzipierten App: iMammalia. Damit sammelt das Projektteam rund um "MammalNet" die Daten und kann sie am Ende auswerten. Der kostenlose Onlinekurs ist in vier thematisch unabhängige Module unterteilt:

  • Potenzial von Bürgerwissenschaften (Citizen Science) und offener Wissenschaft (Open Science) für Wildtierforschung, Management und Naturschutz.
  • Beobachtung und Studium von Säugetieren
  • "Citizen Science Tools" zum Sammeln von Säugetierdaten.
  • Verschiedene Projekte zum Säugetierschutz und Citizen Science-Projekte im Umfeld des Wildtiermanagements und -schutzes.

Wildtierforschung mithilfe der Bevölkerung

Dr. Oliver Keuling aus dem Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover sagt dazu: "Wir können Wildtiere am besten schützen, wenn wir aufgrund wissenschaftlicher Erkenntnisse Schutzmaßnahmen ergreifen. Dieser Kurs bietet Bürgerinnen und Bürgern Werkzeuge, um sie in den Prozess einzubinden. Sie können damit in Citizen-Science-Projekten neues Wissen erlangen und gleichzeitig ein Beitrag leisten, Säugetiere zu erhalten". Unter anderem geht es bei dem Projekt darum, Strategien entwickeln zu können, wie eine biologische Vielfalt erhalten werden kann. Aber auch der Schutz lebender Wildsäugetiere ist Gegenstand der Strategieentwicklung. 

Forschende nutzen diverse Quellen

Dafür nutzen die Forschenden diverse Quellen. Neben den Daten aus der App trugen sie bereits über 60.000 Kamerasequenzen und mehr als 6.000 Meldungen zufälliger Sichtungen zusammen. Nun geht es darum, weitere Informationen zu sammeln.

Mit Material von Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover
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