Ein Bienenvolk.
Ellen Hartmann | am

Osnabrück: 25 Kilogramm Honig von Hobbyimker gestohlen

Maik Wüller aus Melle im Landkreis Osnabrück ist Hobbyimker und wurde gerade bestohlen. Ihm fehlen jetzt rund 25 Kilogramm Honig. Im Verdacht hat er einen anderen Imker.

Eigentlich wollte Maik Wüller nur kurz nach seinem Bienenvolk schauen, als er entdeckte, dass etwas nicht stimmte, berichtet die Neue Osnabrücker Zeitung (NOZ). Der Stock habe nicht mehr so gestanden, wie Wüller ihn verlassen habe, worauf er direkt stutzig geworden sei. Scheinbar hatte sich jemand in der Zeit vom 25. Juni bis zum 8. Juli an seinem Bienenstock zu schaffen gemacht und 14 volle Waben mitgenommen. Das sind rund 25 Kilogramm Honig oder anders gesagt: ein Drittel von Wüllers Sommerernte. 

Das ganze Bienenvolk ist jetzt in Gefahr

Der Schaden wird auf rund 350 Euro geschätzt. Wüller ist enttäuscht, der NOZ sagte er: "Es war eh schon ein schlechtes Honigjahr." Denn der Mai sei kalt und nass gewesen. Doch damit nicht genug, denn scheinbar haben die Täter die Bienen auch aus ihren Honigräumen gefegt und im Wald entsorgt. Sie könnten jetzt sterben, da sie noch nicht fliegen und somit in den Bienenstock zurückkehren könnten. Damit hat Wüller nicht nur ein Drittel der Ernte verloren. sondern auch ein Drittel seines Bienenvolkes. Zusätzlich sei auch unklar, ob das ganze Volk überhaupt überleben könne. Denn wenn es nicht genug Bienen gebe, sei auch die Königin im Winter in Gefahr. Und ohne Königin, kein Bienenvolk. 

Ein Imker, der einem anderen den Honig stiehlt?

Laut dem Hobbyimker koste ein Volk rund 150 Euro. Aber auch wenn das Volk den Winter überlebe, werde die Honigernte im kommenden Jahr definitiv kleiner ausfallen. Dass jemand Bienenvolker stehlen würde, sei in der Region wohl schon mal vorgekommen, so Wüller. Auch Vandalismus habe es gegeben. Aber, dass jemand Honig stehle sei neu. Doch bereits im vergangenen Jahr habe jemand den Deckel des Bienenstocks geöffnet. Daher geht der 42-Jährige davon aus: "Der Täter muss gewusst haben, wann wir kurz vor der Ernte stehen. Das war jemand, der sich auskennt mit der Imkerei." Auch ist sich Wüller sicher, das es mehrere Täter gewesen sein müssen. Denn der Weg zum Stock sei weit und die Beute schwer. 

Der Hobbyimker ist jetzt vorsichtig. "Alles, was Honig bringt, kommt jetzt an einen anderen Standort." Von der Versicherung erwartet Wüller nur rund 80 Euro. 

Mit Material von NOZ
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