Junge Frau sattelt Pferd

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Christel Grommel | am

Pferdetourismus in Existenznot

Die Branche des Pferdetourismus in Deutschland sieht sich aufgrund der Corona-Krise und der damit einhergehenden Beschränkungen in akuter Existenznot. Längere Schließzeiten als Ende April wären dramatisch.

Das hat eine Befragung der Bundesarbeitsgemeinschaft Deutschland zu Pferd e.V. (DzP) ergeben. 

Demnach würden 75 Prozent aller Reiterhöfe mit Feriengästen Schließzeiten deutlich über den April hinaus nicht überstehen. Betroffen sind pferdetouristische Betriebe und alle diejenigen, die Kinderreitferien, Klassenreisen, Familienurlaub und Wanderritte sowie Reitaufenthalte anbieten. 

Der durchschnittliche Umsatzverlust pro Monat beträgt mehr als 10.000 Euro. Dazu kommen hohe Stornoquoten für die Monate Mai bis August. Viele Gruppenbuchungen wurden bis ins Jahr 2021 storniert und drohten laut Pressemitteilung der DzP auch langfristig wegzubrechen. 

Staatliche Soforthilfen wichtig

„Sorge bereitet uns dabei vor allem, dass unsere Betriebe nicht einfach Maschinen abstellen können wie die Industrie“, so die Vorsitzende der DzP, Gerlinde Hoffmann. Die Kosten auf den Höfen liefen unvermindert weiter. 

Der Pferdetourismus sei ein Saisongeschäft, in dem von Ostern bis zu den Herbstferien auch das Geld für den Winter verdient werden müsse. Ohne diese Einnahmen seien viele Betriebe spätestens Ende des Jahres akut insolvenzgefährdet. Nur sieben Prozent der Befragten seien sich sicher, die Krise gut überstehen zu können. 

Betriebe hätten bereits reagiert und Maßnahmen zu generellen Kostenreduktion sowie Kurzarbeit eingeführt. Einige Betriebe mussten Personal entlassen. Mitarbeiter seien jedoch wichtig, um die Tiere versorgen zu können, so ein Vorstandsmitglied der DzP.

„Die staatlichen Soforthilfen sind daher umso wichtiger, sie können jedoch die hohen laufenden Kosten nicht annähernd kompensieren“, so Hoffmann. Viele Betriebe hätten schon Anträge auf Soforthilfe gestellt. 

„Aber: unsere pferdetouristischen Unternehmen benötigen jetzt mehr als Soforthilfen“, bewertet Hoffmann die Situation. Sie und Vorstandsmitglied Feige appellieren an die Landwirtschafts- und Wirtschaftsministerien von Bund und Ländern: „Denken Sie an diese Betriebe, die wertvolle Beiträge zur Landschaftspflege, der Wirtschaft und der sozialen Gemeinschaft im ländlichen Raum leisten!“

Mit Material von DzP

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