Der Begriff „Milch“ ist in Europa geschützt und darf von pflanzlichen Alternativen nicht verwendet werden, sie heißen daher Mandel-, Hafer- oder Reisdrink oder -getränk.
Prof. Dr. Wilfried Brade | am

Plädoyer für Kuhmilch bei Kindern

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt klare Empfehlungen für eine gesunde Ernährung in jedem Alter. Und die zeigen, Milchprodukte sollten nicht vollständig durch Milchalternativen ersetzt werden, vor allem bei Kindern.

Eine ausgewogene Ernährung ist für Kleinkinder im Alter von ein bis drei Jahren für die körperliche, geistige und emotionale Entwicklung von besonderer Wichtigkeit.

Verzehrstudien zeigen allerdings, dass Kleinkinder in Deutschland nicht immer optimal versorgt werden und es an wichtigen Nährstoffen zum Großwerden fehlt. Ein Grund dafür könnte die fehlende Milch sein. In den letzten Jahren ist die Nachfrage nach pflanzlichen Milchalternativen deutlich gestiegen, und mit ihr die produzierende Getränkeindustrie. Eltern ist dabei oftmals nicht klar, dass sich die Nährwerte dieser Produkte von herkömmlicher (Kuh-)Milch stark unterscheiden. Sie sind somit keine Alternative zu der WHO-Empfehlung, in der Milch und Milchprodukte täglicher Bestandteil der Ernährung von Kindern und Jugendlichen sein sollte. Vorrausgesetzt es liegt keine Milchallergie bzw. Milchunverträglichkeit vor. Täglich ein Viertelliter (250 ml) Milch, Joghurt oder Buttermilch kann zusammen mit z. B. 1 – 2 Scheiben Käse wesentlich zur vollwertigen Ernährung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen beitragen. Allerdings muss der Energiegehalt im Speisenplan entsprechend berücksichtigt werden.

Was steckt drin?

Im Alter von etwa einem Jahr kann die Umstellung von Säuglingsmilch und/oder Muttermilch auf „normale“ Milch erfolgen. Milch ist ein hochwertiges Lebensmittel, das eine Vielzahl von Nährstoffen enthält, und zwar in einer für den Menschen gut zu verwertenden Form. Kuhmilch enthält beispielsweise eine Vielzahl bioaktiver Proteine, die körpereigene Funktionen positiv unterstützen und in pflanzlichen Alternativen gänzlich fehlen. Sie ist eine gute Quelle für die Vitamine B2 und B12 und enthält eine Reihe von wichtigen Mineralien. Das am häufigsten vorkommende Mineral ist Kalium, gefolgt von Calcium. Calcium wird zum Aufbau von Knochenmasse benötigt. In Kuhmilch liegen 70 Prozent des Calciums in einem für uns leicht verdaulich Komplex vor. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt täglichen Milchgenuss. Eine Ernährung mit viel Obst und Gemüse sowie Vollkornprodukte kombiniert mit Milchprodukten kann sich positiv auf die Gesundheit auswirken. Wie so oft, sollten aber auch Milchprodukte nicht in zu großen Mengen auf dem Speiseplan stehen – die Menge macht´s!

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