Kälber in einem stall
Janina Schuster | am

Praxishilfe: DLG-Merkblätter für Rinderhaltung veröffentlicht

Die Merkblätter der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) stellen eine praktische Hilfe zur Arbeitsorganisation in Milchviehställen und zur N-/P-reduzierten Kälbermastfütterung dar.

Das Merkblatt 460 ("Arbeitsorganisation in Milchviehställen") gibt Tipps, wie die Arbeitsorganisation von Betriebsleitenden und Mitarbeitern verbessert werden kann. Es wird unter anderem beschrieben, wie Zuständigkeiten eindeutig abgegrenzt, Aufgaben klar definiert und Arbeitsprozesse standardisiert werden können. Aufeinander abgestimmte betriebliche Abläufe und eine klare Kommunikation können so das Management im Milchviehbetrieb verbessern. Mit einer optimierten Arbeitsorganisation sind unter anderem geregelte Arbeitszeiten und klar definierte Arbeitsplatzbeschreibungen möglich, die den Arbeitgeber wiederum attraktiv bei Stellenausschreibungen werden lassen. Darüber hinaus bieten optimierte Betriebsabläufe die Chance, auch die Effizienz zu steigern und die Produktionskosten zu senken. Mit dem DLG-Merkblatt 460 wurde das gleichnamige Merkblatt 384 komplett überarbeitet.

Verfahren haben sich verändert und so auch die Anforderungen

Das Merkblatt 462 "Aktualisierung der Fütterungsverfahren in der Kälbermast – zur Ermittlung der Ausscheidungen von Stickstoff, Phosphor und Kalium" ist ein Informationsangebot des DLG-Arbeitskreises Futter und Fütterung. Mit der Einführung neuer Verfahren zur Ableitung der Nährstoffausscheidungen, war eine Neubeschreibung der Verfahren in der Kälbermast erforderlich. Die zwei in der Regel angewendeten Verfahren "Kälbermast" oder "Rosa-Kalbfleischerzeugung" unterliegen inzwischen deutlichen Veränderungen. So wird in allen Verfahren mehr Konzentrat- und Grobfutter eingesetzt, um den Kälbern die Möglichkeit zu geben sich mit dem Futter zu beschäftigen und auch ihren Ansprüchen hinsichtlich der Strukturwirkung der Ration zu entsprechen. Außerdem hat sich durch Zucht die mögliche Futteraufnahme und das Wachstumsvermögen verbessert.

Umweltschonendes Mastverfahren reduziert Ausscheidungen

Die Mastverfahren unterscheiden sich in Rationszusammensetzung und Futteraufwand und werden im Merkblatt 462 detailliert dargestellt. Mit der N-/P-reduzierten Fütterung besteht die Möglichkeit der umweltschonenderen Fütterung. Gegenüber dem Standardverfahren können die N-Ausscheidungen um acht Prozent, die P-Ausscheidungen um 20 Prozent reduziert werden.

Mit Material von DLG
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