Ratgeber: So können Legehennen gut alt werden
Zucht und Haltungsoptimierung ermöglichen eine verlängerte Legeperiode bei Legehennen. Auf diese Faktoren kommt es dabei an.
Durch Zuchtergebnisse und optimierte Haltungsbedingungen können Sie Legehennen heute immer länger halten. Junghennenknappheit, aber auch Umwelt-, Ressourcen- und Tierwohlaspekte sind Argumente für verlängerte Legeperioden.
Voraussetzung ist eine Qualitätsjunghenne, gute Tiergesundheit und eine bedarfsorientierte Fütterung bei bester Schalenstabilität.
Das richtige Futter
Um ein Lebensalter von 90 Wochen und mehr zu erreichen, benötigen Hennen optimales Futter. Ein häufiges Problem ist die zu geringe tägliche Futteraufnahme. Würden die Hennen mehr Futter und Wasser aufnehmen, wären Leistungseinbrüche und Verhaltensauffälligkeiten oft weniger ausgeprägt.
Mischfutter sollte die folgenden Kriterien erfüllen:
- hervorragende Qualität
- grob homogene Struktur
- helle Farbe
- Ausgewogenheit in den verdaulichen Inhaltsstoffen
Die Schalenbildung des Eis findet überwiegend nachmittags und nachts statt. Deshalb sind Kalziumgaben mit grobem Muschelkalk ab der Legespitze am späteren Tag sinnvoll. Darüber hinaus empfiehlt sich Muschelkalk zur Beschäftigung im Scharrbereich.

Bei dieser Herde war nach 17 Tagen Haferfütterung der Höhepunkt der Mauser erreicht, die Federn flogen. © Garrelfs
Wasseraufnahme
Kontrollieren Sie täglich die Wasseraufnahme. Frisches, kühles Wasser in Trinkwasserqualität und regelmäßig gereinigte Tränkeleitungen schaffen gute Voraussetzungen.
Es empfiehlt sich, die Leitungen regelmäßig zu spülen oder sogar mit einer Druck-Impuls-Spülung zu reinigen. Bei einer Verlängerung der Legeperiode ist die Trinkwasserqualität entscheidend.
Junghennenaufzucht
Die folgenden Faktoren schaffen gute Grundlagen in der Junghennenaufzucht:
- Moderate Besatzdichten
- frühes Entlassen aus den Volierensystemen (dritte bis vierte Lebenswoche)
- Mobilitätstraining
- Beschäftigung
In der zweiten Aufzuchtphase sorgt rohfaserreicheres und energieärmeres Futter dafür, dass die Junghennen ein großes Magen- und Darmvolumen ausbilden.
Junghennen sollten Sie von der ersten Woche an Magensteine anbieten. Zusätzlich können Sie ganze Körner von Hafer, Gerste beziehungsweise Weizen zur Beschäftigung geben.
Das Ende der Aufzuchtphase
Am Ende der Aufzuchtphase sollte eine braune Junghenne ein Körpergewicht von 1.400 bis 1.450 g aufweisen. Um alle Tiere bedarfsgerecht zu versorgen, muss eine Herde möglichst homogen sein.
Ist die Junghenne bei Einstallung nicht optimal im Gewicht, ist es ratsam, die Aufzucht vorerst mit gleichbleibendem Lichttag und gewohntem Futter weiterführen.
Sind die Tiere entsprechend der Sollvorgaben entwickelt, müssen sie sich schrittweise an höhere Kalziumgehalte gewöhnen.
Umstallung in den Legebetrieb
Die Umstallungsphase bedeutet für die Junghennen enormen Stress. Es gilt, alles zu tun, damit die Tiere zu Legebeginn genügend Futter aufnehmen.
Wiegen Sie die Tiere zur Kontrolle wöchentlich mindestens bis zur 35. Lebenswoche. Ziel ist eine stetige Gewichtszunahme bei guter Uniformität von über 80 Prozent.
Erreichen die Hennen die Zunahmekurve der Zuchtfirmen nicht oder lassen sich Leistungseinbrüche nicht auffangen, ist eine längere Nutzung in der Regel nicht möglich. Bei Einstallungen im Sommer ist das Risiko hoch, dass die Hennen zu wenig Futter aufnehmen und zu früh mit dem Legen beginnen. Beides kann die Legephase verkürzen.
Legepausen
Um eine Herde länger zu nutzen, können eine oder mehrere Legepausen sinnvoll sein. Voraussetzung ist ein Herdenalter um den 11. Legemonat ohne Verhaltens- oder Gesundheitsstörungen.
Das Wesentliche an der Mauser sind die hormonellen Umstellungen des Tieres und die damit verbundene Erneuerung des Legeapparates. Erfahrungen zeigen, dass eine gesunde Herde nach einer gut durchgeführten Legepause oft eine Legeleistung wie vor der Mauser bringen kann, aber mit verbesserter Schalenqualität und -farbe.
Den vollständigen Artikel lesen Sie in der LAND & FORST, Ausgabe 38/2020 und in der digitalen Ausgabe.

Gehen Tiere voll befiedert in die Mauser, wird nur ein Teil des Gefieders gewechselt. © Garrelfs
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