Bei einem Stallbrand Tiere zu evakuieren, ist für die Feuerwehr eine Herausforderung.

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Laura Schneider | am

Ratgeber: Was tun, wenn es im Stall brennt?

Bei Stallbränden kommt oft für viele Tiere jede Hilfe zu spät. Doch es zahlt sich aus, wenn Landwirte sich damit beschäftigen, wie sie im Brandfall richtig handeln.

Mit absoluter Sicherheit lassen sich Stallbrände wohl nie verhindern. „Aber wir können ihre Auswirkungen mindern“, betonte Bernhard Feller, Referent der LWK Nordrhein-Westfalen, kürzlich bei einem Online-Seminar des Netzwerk Fokus Tierwohl. Wie das gelingen kann, war Thema der Veranstaltung.

Tierarzt Florian Diel beschäftigt sich in seinem Promotionsprojekt an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf mit dem Verhalten von Nutztieren bei Bränden. Er ging auf einige Grundlagen zu Tierverhalten und Sinnesphysiologie ein, die bei der Tierrettung zu beachten sind:

  • Tiere haben generell Angst vor Unbekanntem.
  • Wenn Schweine und Rinder aus einem dunklen Stall in einen stark beleuchteten Bereich kommen, können sie im ersten Moment nichts sehen. Harte Kontraste verunsichern sie.
  • Sie haben eine schlechte Tiefenwahrnehmung, können also Entfernungen schwer einschätzen.

Tierrettung beim Stallbrand

Für die Rettung gehen daraus folgende Anhaltspunkte hervor:

  • Wege gut ausleuchten, ohne die Tiere zu blenden, im Idealfall diffuse Ausleuchtung ohne harte Kontraste;
  • Auch den Sammelbereich ausleuchten und absperren, damit Tiere nicht zurücklaufen;
  • Gruppenbewegung beim Treiben nutzen, aber möglichst keine fremden Gruppen mischen;
  • Tore müssen sich nach außen öffnen lassen, damit man sie auch öffnen kann, wenn die Tiere dagegen drängen;
  • Wenn möglich, vertraute Wege nutzen: Gerade bei Milchkühen kann die gewohnte schmale Tür zum Melkgang besser sein als ein ungewohntes großes Tor.
  • Die ideale Lösung (im Ernstfall leider schwer umsetzbar) ist ein Treibgang mit geschlossenen Wänden: Die Tiere werden nicht abgelenkt, können sich nicht umdrehen und folgende Tiere treiben von hinten nach.

Den Ernstfall planen

Diel empfiehlt Landwirten, sich vor dem Ernstfall Gedanken über eine mögliche Tierrettung zu machen und gemeinsam mit der örtlichen Feuerwehr ein Rettungskonzept zu erstellen. Dazu gehören Überlegungen zu Rettungswegen, Sammelbereichen und Wasserentnahmestellen oder auch Übungen am Betrieb.

Mit diesen Informationen und einem Lageplan des Betriebs kann die Feuerwehr schon bei der Anfahrt das genaue Vorgehen planen und die Einsatzfahrzeuge entsprechend positionieren.

Den vollständigen Beitrag mit weiteren Tipps zum vorbeugenden Brandschutz lesen Sie in der LAND & FORST, Ausgabe 31/2021 und in der digitalen Ausgabe

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