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Christel Grommel | am

Rewe will auf heimisches Schweinefleisch umstellen

Die Kölner Rewe-Group und ihr Discounter Penny wollen bis zum Sommer 2022 rund 95 % ihres konventionellen Sortiments an Schweinefrischfleisch auf deutsche Herkunft umstellen.

Die Rewe-Group kündigte an, auf "5D" umstellen zu wollen. Das heißt, das Fleisch muss von Schweinen stammen, die in Deutschland geboren, aufgezogen, gemästet und geschlachtet wurden. Zudem muss das Fleisch auch hierzulande zerlegt und verarbeitet worden sein.

Darüber hinaus will Rewe die garantierten Mindestpreise für die Schweinehalter anheben. Laut Unternehmen sollen Schweinehalter damit mehr Planungssicherheit erhalten und in der Krise gestärkt werden. 

Ende 2020 hatte Rewe den Schweinebauern zugesichert, auch weiterhin Beschaffungspreise bei Schweinefleisch zu zahlen, die dem Marktniveau vor Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) entsprechen. Ab September will das Unternehmen nach eigenen Angaben diese zusätzlichen Zahlungen nun noch einmal erhöhen.

Man wolle die heimische Landwirtschaft langfristig und nachhaltig stärken, so das Unternehmen.

DBV begrüßt Signal von Rewe

Als gutes Signal zur Stärkung der heimischen Landwirtschaft sieht Hubertus Beringmeier, DBV-Veredlungspräsident, den Beschluss der Rewe-Group.

"Der heutige Vorstoß der Rewe-Group ist ein wichtiger und dringend notwendiger Schritt", so Beringmeier am Montag (23. August). Nicht minder wichtig sei dabei die von Rewe bereits für September vorgesehene Aufstockung der seit Ende 2020 eingeführten zusätzlichen Zahlungen für heimisches Schweinefleisch. 

Beringmeier forderte die anderen Lebensmitteleinzelhändler auf, ebenso zu agieren. Besonderen Handlungsbedarf sieht er aber nach wie vor im Bereich der Verarbeiter und Großverbraucher. "Es kann nicht sein, dass seit Jahren fast ausschließlich nur über Frischfleisch gesprochen wird und sich die gesamte Fleischwarenindustrie wegduckt." 

Er forderte ein Ende des Preisdrucks von der Schlachtwirtschaft. Die deutsche Fleischwirtschaft solle vielmehr ihre Leistungsstärke durch Entwicklung neuer, werthaltiger Vermarktungswege zeigen.

ISN: Echter Meilenstein

Der Geschäftsführer der Interessengemeinschaft Deutscher Schweinehalter (ISN), Dr. Torsten Staack, bewertete die Ankündigung sehr positiv. "Damit sendet die REWE-Group ein ganz wichtiges Signal an den Markt - vor allem an die Ferkelerzeuger und Mäster. Und weil hier endlich auch einmal die deutsche Ferkelerzeugung berücksichtigt wird, kann man durchaus von einem echten Meilenstein sprechen. Rewe setzt hier in dieser für die deutschen Schweinehalter so schwierigen Situation ein klares Ausrufezeichen!"

Staack merkte jedoch auch an, dass dem Frischfleisch die verarbeitete Ware folgen sollte. Wie Beringmeier forderte auch er andere Händler auf, den gleichen Schritt zu tun. Zudem halte er eine massive Absatzförderung für deutsches Schweinefleisch über alle Vertriebskanäle für notwendig.

Mit Material von DBV, ISN

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